Was Sie heute wissen müssen

Finma behält Weko-Bericht weiter unter Verschluss +++ Veranstaltung zum Hamas-Terror: Linke bleiben fern +++ SRF dramatisiert Situation in Fukushima

Finma behält Weko-Bericht weiter unter Verschluss

Die Fakten: Die Finanzmarktaufsicht Finma hat gestern an ihrer Jahreskonferenz ihre Handlungsfähigkeit als Aufsichtsbehörde des Bankenplatzes Schweiz unterstrichen.

  • Wann der längst fertig gestellte Bericht der Wettbewerbskommission (Weko) zur Marktmacht der neuen Grossbank veröffentlicht wird, liess die Finma jedoch offen.


Warum das wichtig ist: Ein Jahr nach dem Untergang der Credit Suisse häufen sich die Forderungen, mehr über die staatlich garantierte Übernahme durch die UBS zu erfahren.

  • Eine wichtige Frage ist dabei die grosse Marktmacht der fusionierten Bank.


Darum geht es: Im vergangenen Oktober hat die Weko der Finma einen Bericht über die wettbewerbsrechtlichen Auswirkungen der Übernahme abgeliefert.

  • Der Bericht ist laut Medienberichten umfassend und geht detailliert auf einzelne Geschäftsbereiche ein.
  • Die Empfehlungen der Weko liegen seither bei der Finma unter Verschluss.


Zwischen den Zeilen: Die Finma und die Weko stehen im Fall Credit Suisse in einem gewissen Konkurrenzverhältnis. Beide haben ein Interesse an der Aufarbeitung.

  • Die Finma erhofft sich, wie ähnliche Behörden im Ausland Bussen aussprechen zu können.

  • Diese Forderung nach der Bussenkompetenz hat die Finma auch an der gestrigen Medienkonferenz untermauert.

  • Die Weko erhofft sich ihrerseits, die Grundlagen für die Kontrolle der marktbeherrschenden Stellung der UBS legen zu können.


Wer es genauer wissen will: Lesen Sie den Beitrag von Yannick Güttinger im «Nebelspalter».

Weitere Themen

Veranstaltung zum Hamas-Terror: Linke bleiben fern


Die Fakten: Am Dienstag fand für Politiker und Medien eine Veranstaltung zu den Gräueltaten der Hamas statt. Ziel war es, ein Verständnis zu schaffen, was am 7. Oktober 2023 passierte.

Warum das wichtig ist: Lediglich Nationalräte aus der SVP/EDU Fraktion und eine Nationalrätin der Mitte nahmen teil. Eingeladen waren Bundesparlamentarier aus allen Fraktionen.

  • Es ist nicht das erste Mal, dass eine Mehrheit der Fraktionen einer solchen Veranstaltung fernbleiben.


Wer es genauer wissen will: Lesen Sie den Beitrag von Camille Lothe im «Nebelspalter».

SRF dramatisiert die Situation in Fukushima


Die Fakten: Am 11. März, pünktlich zum 13. Jahrestag des Atomunglücks in Japan, berichtete das SRF-Nachrichtenmagazin «10vor10» über die Situation in Fukushima.

  • Der Beitrag wurde so eingeführt: «Die Folgen sind bis heute omnipräsent, trotz aller Versuche der Regierung, Fukushima zurück in die Normalität zu führen.» (siehe hier)


Warum das wichtig ist: Die durch einen Tsunami verursachten Kernschmelzen im Atomkraftwerk Fukushima Daiichi waren der Grund, warum die Schweiz den Ausstieg aus der Kernenergie beschloss und die Energiewende einleitete.
 

Wer es genauer wissen will: Lesen Sie den Beitrag von Alex Reichmuth im «Nebelspalter».

Die Löhne steigen – vor allem beim Staat


Die Fakten: Der Medianlohn in der Schweiz lag 2022 bei 6788 Franken. 

  • 8094 Franken beträgt der Medianlohn im öffentlichen Sektor (Staat und staatsnahe Betriebe).
  • 6510 Franken lautet die gleiche Zahl in privaten Unternehmen.

 
Warum das wichtig ist: Wenn man wissen will, in welchem Elend die Schweizer leben, dann ist der Medianlohn ein guter Indikator:

  • Er beschreibt die Grenze der Bruttolöhne zwischen oben und unten: Die eine Hälfte der Arbeitnehmer verdient mehr als 6788 Franken im Monat, die andere weniger. 


Wer es genauer wissen will: Lesen Sie den Beitrag von Markus Somm im «Nebelspalter».

Bildquellen

Finma. Keystone
Geiseln der Hamas. Keystone
Fukushima. Keystone

Zürich. Keystone

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