Das ist passiert: Anlässlich des Rücktritts von Bundesrätin Viola Amherd teilte die Aargauer Mitte-Ständerätin auf X ein Wort des Dankes an die scheidende Verteidigungsministerin. Ein anonymer Account hakte nach und wollte wissen, was wir ihr genau zu verdanken hätten: «Die Annäherung an die NATO? Zersetzung der Neutralität? Eine teure, völlig unnütze Bürgenstockinitiative? Eine desolate Armee?» Zuletzt verweist der Account auf ein Bild von Amherd mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, auf dem Amherd sich zu verneigen scheint. Binder bezeichnet das Bild kurzerhand als KI-generiert.
Was verdanken wir ihr denn? Die Annäherung an die NATO? Zersetzung der Neutralität? Eine teure, völlig unnütze Bürgenstockinitiative? Eine desolate Armee? Ach ja, und bevor ich es vergesse, das hier? pic.twitter.com/6eN6DmEhEt
— Alles Roger 🇨🇭 #SwitzerlandFirst (@_Roger__Roger) January 15, 2025
Echtes KI Bild. Passt, Herr Anonym. 😂 https://t.co/CJyv9wqNyO
— Marianne Binder 💙💛 (@BinderMarianne) January 15, 2025
Der Löli-Faktor: Eine kurze Recherche beweist die Authentizität des Bildes. Es handelt sich um ein Standbild aus einem Video der Bürgenstock-Konferenz vom Juni 2024, das die damalige Bundespräsidentin beim Empfang der EU-Politikerin zeigt.
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Binder ist Kommunikationsexpertin. Neben der Politik arbeitet sie als selbständige Beraterin und Publizistin. Unter Parteipräsidentin Doris Leuthard leitete sie die Kommunikationsabteilung der CVP Schweiz. «Kommunikation ist meine Leidenschaft», sagt sie über sich selbst.
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Es wäre anzunehmen, dass eine Frau ihrer Expertise durchaus erkennen kann, dass es sich beim Bild nicht um ein KI-generiertes Bild handelt. Dies liesse sich auch ohne Originalvideo kurz überprüfen, zumal Amherd und von der Leyen dieselben Kleider tragen, wie auf allen Pressefotos des Tages.
🧵 #uapisssummit
— Barbouille 🙃 (@barbouillech) June 15, 2024
Wo es Geld gibt, gibt es natürlich auch Ursula @vonderleyen.
Es wird mir schlecht.https://t.co/Eno0JaEfKy pic.twitter.com/CqUyZCcqBN
Wie sie es wieder gut machen kann: Frau Binder könnte als erstes zugeben, dass sie einen Fehler gemacht hat – schliesslich wurde sie unter ihrem Beitrag darauf hingewiesen. Politiker kritisieren immer wieder gerne, dass in den sozialen Medien viele Fehlinformationen kursieren – vor allem jene, die sich wie Marianne Binder für eine staatliche Medienförderung einsetzen. Es wäre eine schöne Abwechslung, wenn sich Politiker auch einmal für ihre eigenen Falschmeldungen entschuldigen würden.
Dieses Bild ist nicht echt. KI 😂
— Marianne Binder 💙💛 (@BinderMarianne) January 15, 2025

