Das ist passiert: FDP-Präsident Thierry Burkart hat den Auftritt des Staatssekretariats für Migration SEM auf der Bilderplattform Instagram kritisiert. Während Europa den Kampf gegen die illegale Migration verschärfe, tue Asylminister Beat Jans das Gegenteil, so Burkart: «Willkommenskultur pur! Mit Anleitung für Asylgesuche, Velokurse für Jugendliche, Wandern und Begegnungen mit Lamas!»
Europa verschärft Kampf gegen illegale Migration. Das Departement Jans macht das Gegenteil: Willkommenskultur pur! Mit Anleitung für Asylgesuche, Velokurse für Jugendliche, Wandern und Begegnungen mit Lamas! Es braucht einen Politikwechsel! Auf https://t.co/Co2Q89mGmI pic.twitter.com/VbNLP5Ykuh
— Thierry Burkart (@ThierryBurkart) October 23, 2024
Der Held-Faktor: Burkarts Beitrag stiess auf ein enormes Echo. Auf X wurde er hunderttausend Mal aufgerufen. Alle Zeitungen berichteten. Der Beitrag offenbart den Tenor deutlich: Mitte-links will den neuen Asylkurs der FDP nicht goutieren – zu stark wäre ein Schulterschluss mit der SVP in der Asylpolitik.
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Der häufigste Vorwurf in der Kommentarspalte von X: Die FDP imitiert die SVP! So rechts wie immer behauptet wird kann die Plattform X gar nicht sein.
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Keine Zeitung titelte so reisserisch wie die Tamedia: «Thierry Burkart reisst Bilder von Asylbewerbern aus dem Kontext» – er hätte schliesslich erwähnen müssen, dass die Lama-Begegnung zufällig im Rahmen eines Beschäftigungsprogramms entstand.
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Burkart macht es vor, wie man mit wenigen Zeilen seine Partei klar positioniert.
Partei hinter sich: Burkarts Beitrag ist keine Einzelaktion. An der Delegiertenversammlung verabschiedete die Partei mit 228 zu 4 Stimmen ein Neun-Punkte-Positionspapier für eine strengere Asylpolitik. Auch im Parlament sind mehrere Vorstösse der Partei hängig, die unter anderem einen Bericht mit einer Auslegeordnung zu Asylverfahren und Wegweisungsvollzug in Drittstaaten sowie die Rückführung von abgewiesenen eritreischen Asylsuchenden in einen Drittstaat verlangen.

