Die Fakten: Gemäss der Zuwanderungsstatistik des Staatssekretariats für Migration (SEM) erlebte die Schweiz 2025 erneut ein Jahr mit historisch hohen Migrationszahlen: Mehr als 165'000 Personen sind alleine in die ständige ausländische Wohnbevölkerung gekommen. Brisant ist, dass nur ein Bruchteil dieser Zugewanderten für eine Anstellung in einer Branche mit Arbeitskräftemangel in die Schweiz kommt.
Warum das wichtig ist: Die Befürworter der hohen Zuwanderungszahlen behaupten, dass insbesondere Personen aus dem EU- und EFTA-Raum in den Arbeitsmarkt einwandern und die Schweizer Wirtschaft dringend auf diese Fachkräfte angewiesen sei. Deshalb seien allfällige negative Aspekte von Zuwanderung und Bevölkerungswachstum ein notwendiges Übel, um den Wohlstand der Schweiz zu erhalten.
Brisant: Tatsächlich zeigt die Statistik, dass im vergangenen Jahr von insgesamt 165'386 Zugewanderten in die ständige ausländische Bevölkerung 93'086 eine Arbeitsstelle hatten: Das sind rund 56 Prozent – 72'300 Personen sind ohne Arbeit zugewandert.

Das grosse Bild: Die Erwerbslosigkeit in der Schweiz steigt: Ende 2025 waren gemäss Bundesamt für Statistik (BFS) 256'000 Personen erwerbslos – rund 31'000 mehr als ein Jahr zuvor. Rund 88'000 Personen waren zum Jahresende seit mehr als einem Jahr erwerbslos – ein Anstieg um 14,2 Prozent. Ausländer sind deutlich überrepräsentiert: Knapp die Hälfte (126'000) der Erwerbslosen hierzulande hat keinen Schweizer Pass. Rund 73'000 davon stammen aus EU- oder EFTA-Staaten. Bei den Langzeiterwerbslosen haben knapp mehr als die Hälfte keinen Schweizer Pass – wie viele davon aus EU- oder EFTA-Staaten stammen, ist in den Daten nicht erfasst.
Ferner zeigt der Blick in die Zahlen, dass die Mehrheit der zugewanderten Erwerbstätigen nicht in Branchen angestellt wird, in denen ein Fachkräftemangel besteht – im Gegenteil: Es sind Personen eingewandert, obwohl es Tausende Arbeitslose gäbe, die eine Stelle suchen. Die Branchen mit den meisten Zugewanderten 2025 waren:
- Planung Beratung und Informatik: 23'333 Personen.
- Gastgewerbe: 13'650 Personen – hier sind rund 11'300 Personen arbeitslos.
- Handel: 8'623 Personen – hier sind rund 19'400 Personen arbeitslos.
- Medizin und Gesundheitswesen: 5'923 Personen.
- Unterrichtswesen: 5'893 Personen.
- Baugewerbe: 3'106 Personen – hier sind rund 13'600 Personen arbeitslos.
Meine Einschätzung: Die Zahlen des Bundes entlarven die Mär der Zuwanderung von Fachkräften in den Arbeitsmarkt. Politiker jeglicher Couleur wären gut beraten, wenn sie schnellstmöglich aufhören, der Bevölkerung diesen Bären aufzubinden.

