Rechtsstreit zwischen Swissgrid und der EU-Kommission

Etappensieg für die Schweiz vor dem Europäischen Gerichtshof

Teilsieg vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH): Swissgrid darf auf eine Teilnahme an der europäischen Stromplattform TERRE hoffen. Bild: Keystone
Teilsieg vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH): Swissgrid darf auf eine Teilnahme an der europäischen Stromplattform TERRE hoffen. Bild: Keystone

Die Fakten: Die EU-Kommission hat die Schweizer Stromnetzbetreiberin Swissgrid von der europäischen Stromplattform TERRE ausgeschlossen, an deren Gründung sie massgeblich beteiligt war. Nun entscheidet der Europäische Gerichtshof (EuGH) gegen die EU-Kommission. 

  • Das Verfahren seiner eigenen Vorinstanz sei fehlerhaft gewesen, sagt der EuGH: Diese Vorinstanz, das Gericht der Europäischen Union (EuG), habe die Klage von Swissgrid abgewiesen, ohne ausreichend zu prüfen, ob Swissgrid von der Entscheidung der EU-Kommission tatsächlich betroffen war.

Warum das wichtig ist: Der Fall zeigt, wie stark die EU ihre Marktmacht nutzt, um politischen Druck auf die Schweiz auszuüben. Die Schweiz wird im Strombereich zunehmend von wichtigen Entscheidungsprozessen ausgeschlossen – trotz ihrer zentralen Rolle als Stromdrehscheibe Europas.

  • Dies ist sowohl für die Schweiz als auch für die EU-Staaten eine gefährliche Entwicklung: Die Plattform TERRE koordiniert den grenzüberschreitenden Austausch von Regelenergie und ist für die Netzstabilität und Versorgungssicherheit von zentraler Bedeutung.