Zerreissprobe um den Lohnschutz im EU-Vertrag

Maillard bläst zum Angriff – SGV und Arbeitgeberverband halten dagegen

Nun beginnt die innenpolitische Auseinandersetzung um das Vertragswerk mit der EU. Im Bild: Severin Moser, Urs Furrer, Pierre-Yves Maillard (v.l.n.r). Bilder: Keystone/eigene Montage
Nun beginnt die innenpolitische Auseinandersetzung um das Vertragswerk mit der EU. Im Bild: Severin Moser, Urs Furrer, Pierre-Yves Maillard (v.l.n.r). Bilder: Keystone/eigene Montage

Die Fakten: Gewerkschaftschef Pierre-Yves Maillard kritisiert das Abkommen mit der EU scharf. Der Bundesrat habe den Lohnschutz geopfert.

  • Mit seiner kritischen Haltung steht Maillard nicht alleine da: Auch Urs Furrer, Direktor des Schweizerischen Gewerbeverbandes, hat Vorbehalte – der liberale Arbeitsmarkt der Schweiz sei aber nicht verhandelbar.

  • Unterstützung erhält Furrer von Severin Moser, Präsident des Arbeitgeberverbandes.

Warum das wichtig ist: Nachdem der Bundesrat letzte Woche die Eckwerte des Vertragswerks mit der EU vorgestellt hat, laufen im Hintergrund die Gespräche der Sozialpartner über die inländische Umsetzung des Vertrags. Die Zeit drängt. Bis Februar soll eine Lösung auf dem Tisch liegen.