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Die wichtigsten Erkenntnisse zur Ungleichheit in der Schweiz

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01.12.2024
Die Einkommensungleichheit in der Schweiz ist seit rund 100 Jahren stabil. Auch in den jüngsten Jahren hat sich daran nichts geändert. Bild: Keystone
Die Einkommensungleichheit in der Schweiz ist seit rund 100 Jahren stabil. Auch in den jüngsten Jahren hat sich daran nichts geändert. Bild: Keystone

Die Fakten: Der IWP-Verteilungsradar 2024 analysiert umfassend die Einkommens- und Vermögensverteilung in der Schweiz und beleuchtet sowohl aktuelle Herausforderungen wie auch langfristige Entwicklungen.

Warum das wichtig ist: Die Diskussion über Ungleichheit ist allgegenwärtig und wird häufig von internationalen Entwicklungen geprägt, die eine zunehmende Kluft bei der Verteilung von Einkommen und Vermögen vermuten lassen.

 

Das sind die wichtigsten Erkenntnisse:

1. Stabilität der Einkommensverteilung

Seit über 100 Jahren ist die Einkommensungleichheit in der Schweiz bemerkenswert konstant.

  • Die obersten 10 Prozent der Einkommensbezieher vereinen rund 30 Prozent des Gesamteinkommens auf sich, die obersten 1 Prozent rund 10 Prozent.
Bild: Screenshot IWP
Bild: Screenshot IWP

2. Wahrnehmung klafft mit Realität auseinander

Trotz stabiler Einkommensverteilung wächst die gefühlte Ungleichheit.

  • Das Bild der Schweiz als Mittelstandsgesellschaft wird zunehmend hinterfragt.
  • Die Folge: Steigende Präferenzen für Umverteilung, die in der direkten Demokratie Einfluss auf politische Entscheidungen nehmen.

 

Bild: Haltung gegenüber der Aussage «Es liegt in der Verantwortung der Regierung, die Einkommensunterschiede zwischen Menschen mit hohem und niedrigem Einkommen zu verringern.»

Bild: Screenshot IWP
Bild: Screenshot IWP

3. Wenig Umverteilung im internationalen Vergleich

Vor staatlicher Umverteilung sind Markteinkommen in der Schweiz vergleichsweise gleich verteilt.

  • Nach Steuern und Transfers liegt die Schweiz im OECD-Mittelfeld, was auf eine geringere Umverteilungsintensität hindeutet.

4. Klumpenrisiko bei Steuereinnahmen

Die obersten 10 Prozent der Einkommensbezüger tragen 54,5 Prozent der gesamten Steuerlast.

  • Ein Viertel der Haushalte zahlt keine direkte Bundessteuer.
  • Diese Abhängigkeit von wenigen Spitzenverdienern macht die Steuereinnahmen anfällig für Schwankungen.
Bild: IWP
Bild: Screenshot IWP

5. Vermögensungleichheit steigt

Im Gegensatz zur stabilen Einkommensverteilung nimmt die Konzentration von Vermögen seit den 2000er Jahren zu.

  • 2020 besass das reichste eine Prozent der Haushalte rund 30 Prozent des Gesamtvermögens (inkl. Pensionskassen), gegenüber 23 Prozent im Jahr 2000.
  • Treiber: Steigende Immobilien- und Wertpapierwerte sowie Zuflüsse aus dem Ausland.

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