«Das Jahr 2023 als Grundlage für längerfristige Aussagen heranzuziehen ist unredlich. Denn würde man die Ukraine-Flüchtlinge mit Schutzstatus-S ausklammern, hätte das reale BIP pro Kopf auch 2023 zugenommen.»
Falsch. Am 31. Dezember 2023 wies die Schweiz eine ständige Wohnbevölkerung von etwas mehr als 8’960’800 Personen und ein BIP von 795,3 Milliarden Schweizer Franken auf, was einem BIP pro Kopf von rund 88’753 Franken und einem Rückgang von -0,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.
«Ohne die dringend benötigten Arbeitskräfte aus dem EU-Raum drohen Firmenwegzüge, ein Verlust von Steuereinnahmen, weniger Innovation, eine schlechtere Versorgung und ein abnehmendes Serviceniveau.»
Falsch. Der Adecco Group Swiss Job Market Index misst die Zahl der öffentlich ausgeschriebenen Stellen in der Schweiz. Zwischen 2003 und 2023 hat sich die Zahl der offenen Stellen verfünffacht. Und dies, obwohl die Bevölkerung in der Schweiz wegen der Personenfreizügigkeit um 1,5 Millionen gewachsen ist und sich die Zahl der Grenzgänger mehr als verdoppelt hat (+223’000). Die Personenfreizügigkeit stützt zwar das Wirtschaftswachstum, schafft aber auch zusätzlichen Bedarf an Dienstleistungen und Infrastruktur, was wiederum neue Arbeitskräfte erfordert.
- Da viele dieser Arbeitsplätze spezialisierte Fachkräfte benötigen, müssen diese häufig aus dem Ausland rekrutiert werden.
- So entsteht ein sich selbst verstärkender Kreislauf: Mehr Zuwanderung bedeutet mehr Bedarf an Arbeitskräften, was wiederum weitere Zuwanderung erforderlich macht.
- Das Resultat: Die Schweiz wächst in die Breite, statt effizient zu wachsen. Sie wächst ohne Produktivitätssteigerung.