Neue IWP-Studie

Schweizer Gesundheits­system: Solidarisch trotz Kopf­prämien

Unterschiedliche Leistungsansprüche, individuelle Prämienverbilligungen sowie die Finanzierung durch die öffentliche Hand bestimmen, welche Einkommensgruppen in welchem Umfang durch das Gesundheitssystem finanziell belastet werden. Bild: Archiv
Unterschiedliche Leistungsansprüche, individuelle Prämienverbilligungen sowie die Finanzierung durch die öffentliche Hand bestimmen, welche Einkommensgruppen in welchem Umfang durch das Gesundheitssystem finanziell belastet werden. Bild: Archiv

Die Fakten: Eine Studie des Instituts für Wirtschaftspolitik (IWP) dokumentiert die Umverteilung im Schweizer Gesundheitswesen. Sie kommt zum Schluss, dass das Schweizer Gesundheitssystem trotz Kopfprämien solidarisch ist: 

  • Einkommensschwache werden um eine Jahresprämie pro Jahr entlastet, während Gutverdienende mehr einzahlen als sie beziehen.

Warum das wichtig ist: Die Schweiz ist eines der wenigen Länder weltweit, deren Krankenkassenprämien als Kopfprämien ausgestaltet sind. Häufig wird daher kritisiert, das Schweizer Gesundheitssystem sei nicht solidarisch.

  • Versicherte mit niedrigem Einkommen werden durch ihre Prämien überproportional belastet, aber durch andere Umverteilungsströme wie die staatliche Prämienverbilligung entlastet.

  • Die Studie zeigt: Um die Solidarität des Systems vollständig zu bewerten, reicht der Blick auf die Prämien allein nicht aus.