Weshalb nur verachten Mainstream-Medien die Schweizer Sicherheitskräfte

Weshalb nur verachten Mainstream-Medien die Schweizer Sicherheitskräfte

Am 14. Juli präsentierten sich auf der Avenue des Champs-Élysées alle sicherheitsrelevanten Kräfte des Landes.

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von Markus Melzl am 22.7.2021, 09:00 Uhr
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Am quatorze juillet, dem französischen Nationalfeiertag, finden in ganz Frankreich Militärparaden statt und die aufwändigste geht in der Hauptstadt Paris über die Bühne.
Dabei sind der Staatspräsident, Ministerinnen und Minister, Parlamentarier, Honoratioren und alles was Rang und Namen hat.
Selbstverständlich auch ausländische Gäste aus Politik, Armee und Wirtschaft. Auf den Champs-Élysées war aber nicht nur das Militär zu sehen, sondern auch eindrückliche Formationen der Gendarmerie und der Police Nationale, den Feuerwehren und weiteren sicherheitsrelevanten Einheiten.
Und wie verhielten sich die Medien? Die grösste öffentlich-rechtliche TV-Anstalt «France 2», sendete während 6:40 Stunden über diesen Anlass und ehrte damit jene, die im Dienste Frankreichs stehen. Sie setzten dafür unzählige Journalistinnen und Journalisten ein und haben eine Sendung vom Feinsten produziert. Dabei wurden nicht nur Bilder der Parade gezeigt, sondern die einzelnen Einheiten durften sich vorgängig bei Einsätzen und Übungen präsentieren, ergänzt mit aufschlussreichen Interviews. Dabei kamen alle zur Sprache vom hochdekorierten General bis zum einfachen Soldaten, von der Polizeikommissarin bis zum Feuerwehr-Gefreiten.
Der grösste Teil der Medien berichtete positiv und Zeitungen, TV-Anstalten und Radios haben es für einmal geschafft, die Sicherheitskräfte vorteilhaft darzustellen. Selbstverständlich müssen sich das Militär, die Polizei und weitere Sicherheitsorgane mit kritischen Fragen auseinandersetzen. Auch gehören sie immer wieder schonungslos auf den Prüfstand von Politik und Öffentlichkeit. Aber es war ein redliches Dankeschön, dass ein solcher Anlass einmal pro Jahr ohne mediale Misstöne stattfinden konnte.
Jetzt zu uns in die Schweiz. Gäbe es hier eine vergleichbare Feierlichkeit, so würde unser gebührenfinanziertes Fernsehen bereits im Vorfeld die Organisatoren und Protagonisten mit Kritik, Angriffen und Unterstellungen überziehen. Die Sendungen „Arena“ und „Club“ wären für die Gegner ideale Plattformen, um Häme und Abscheu einem breiten Publikum kundzutun. Fragen zu Klimaneutralität sowie Kosten stünden im Vordergrund und die Befürworter müssten sich als ewiggestrige Kriegstreiber verunglimpfen lassen. Am Tag der Parade würden Journalistinnen und Journalisten ausschwärmen mit dem Ziel, Kritiker zu interviewen, welche ihre Verachtung vor der Kulisse durchmarschierender Soldaten kundtun dürfen.
Zurück nach Frankreich, wo die Sendung mit einer intimen und emotionalen Szene zu Ende ging. Mitten auf den Champs-Élyséesging ein junger Soldat vor seiner Freundin auf die Knie und machte ihr einen Heiratsantrag, den sie unter Applaus seiner Dienstkameraden mit einer innigen Umarmung annahm. Viele Menschen würden es hierzulande schätzen, wenn unsere Sicherheitsorgane auch mal positiv und mit informativen Beiträgen dargestellt würden. Dies wäre für viele weitaus spanender als skandaltriefende Reportagen über oftmals nur medial aufgebauschte Banalitäten.

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