Warum die Aufnahme von afghanischen Flüchtlingen brandgefährlich ist

Warum die Aufnahme von afghanischen Flüchtlingen brandgefährlich ist

Gewisse politische Kreise sind hierzulande unheimlich scharf darauf, Menschen aus Afghanistan aufzunehmen - ein grosser Fehler.

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von Markus Melzl am 16.9.2021, 10:00 Uhr
Bild: Keystone
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Peter Scholl-Latour, der im Jahre 2014 verstorbene Journalist und Publizist, hat mit seinem Satz «wer halb Kalkutta aufnimmt, hilft nicht etwa Kalkutta, sondern wird selbst zu Kalkutta» treffend die Situation beschrieben, die auch heute nichts an Aktualität eingebüsst hat. Man ersetze nur mal Kalkutta durch Kabul … et voilà.
Zuerst zwei unbequeme Fakten. Erstens leben zurzeit 21’000 Afghaninnen und Afghanen in unserem Land und zweitens hat die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) in den vergangenen 20 Jahren eine halbe Milliarde Hilfs- und Entwicklungsgelder ins Land am Hindukusch gepumpt.
In der Zwischenzeit wurde bekannt, dass sich Aschraf Ghani, der frühere Präsident von Afghanistan, mit Millionen im Gepäck ins Ausland abgesetzt hat und sein Neffe mit dem Privat-Jet durch die Welt düst oder auf einer Luxus-Yacht dem Dolcefarniente frönt. Es ist davon auszugehen, dass dieser Lebensstil zumindest teilweise vom Schweizer Steuerzahler mitfinanziert wurde.
Nach der Machtübernahme durch die Taliban haben die Schweizer Geldverteiler Kabul fluchtartig verlassen, weil diese offenbar das Füllhorn jahrelang über «die falschen Leute» ausgeschüttet hatten. Jetzt schickt Bundesbern neue Geldverteiler nach Afghanistan und diese dürfen nun weitere 33 Millionen Steuergelder verpulvern; man hat’s ja.
Nebst dieser frivolen Geldverschwendung soll nun die Schweiz zusätzlich ein grosses Kontingent afghanischer Bürger aufnehmen und die Sozialdemokraten haben schon mal die Zahl 10’000 in die Waagschale geworfen.
Ein Blick zu unserem nördlichen Nachbarn Deutschland zeigt, zu was für Absurditäten solche Massenaufnahmen führen. So hat Deutschland einen wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern zu acht Jahren Freiheitsstrafe verurteilter Afghane im Anschluss an die Haftverbüssung nach Afghanistan ausgewiesen. Ein weiterer afghanischer Staatsbürger wurde ebenfalls von Deutschland nach Kabul ausgeflogen, nachdem er seine Haft wegen gefährlicher Körperverletzung mit Waffen abgesessen hatte. Und jetzt transportieren die deutschen Behörden offenbar frei von jeglichen Kontrollen Menschen von Afghanistan nach Deutschland, um dann im eigenen Land festzustellen, dass Personen wie die beiden Verurteilten - oh Wunder - wieder nach Deutschland zurückgeholt wurden.
Die Opfer werden über diese Menschenfreundlichkeit sicher Freudensprünge vollführen. Gerade junge Afghanen, welche aus patriarchaischen Familienstrukturen stammen und die unsere westliche Kultur weitgehend ablehnen, bergen ein hohes Gefahrenpotential, in die Kriminalität abzudriften. So wenig wie in Afghanistan eine Demokratie nach westlichem Muster installiert werden konnte, so wenig wird sich der Grossteil der Afghanen an unsere demokratische, säkulare und auf Gleichberechtigung der Geschlechter basierende Staats- und Lebensform anpassen können.
Mit der wenig bis gar nicht kontrollierten Aufnahme von Afghanen wird die Schweiz erneut ein Stück unsicherer, und die Polizisten unseres Landes werden ein weiteres Mal den Kopf für eine verfehlte Politik hinhalten müssen.
Markus Melzl, ehemaliger Kriminalkommissar und Sprecher der Staatsanwaltschaft Basel-Stadt

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