Kurz: Wer sozial schwach ist, bekommt einen Eintrag im Zeugnis. Wer sozial stark ist, bekommt mehr Zeit für die Prüfung – ohne Vermerk. Beides geschieht im Namen der Chancengleichheit, auch wenn es Ungleichheit bewirkt.
Die Fakten: An Schweizer Volksschulen gibt es zwei sonderpädagogische Instrumente, die auf den ersten Blick ähnlich klingen, aber gegensätzliche Wirkungen haben: die Lernzielreduktion (tiefere, individuelle Lernziele, meist ohne Note) und den Nachteilsausgleich (gleiche Lernziele, aber angepasste Prüfungsbedingungen, etwa mehr Zeit).
