Bundeshaus-Insider zum Zusammenspiel von SP, wankelmütigen Bürgerlichen und der Verwaltung

Taschenmunition: Wie eine sinnvolle Tradition der Schweiz zerstört wurde

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08.04.2025
Bis 2007 bei jedem aktiven Angehörigen der Armee gelagert: eine Dose mit 50 Schuss Munition. Archivbild: Keystone
Bis 2007 bei jedem aktiven Angehörigen der Armee gelagert: eine Dose mit 50 Schuss Munition. Archivbild: Keystone

Die Fakten: 2007 beschlossen Parlament und Bundesrat, die Taschenmunition nicht mehr an die Angehörigen der Armee abzugeben. Das Parlament verlangte, dass der Bundesrat einmal pro Legislatur die Sicherheitslage neu beurteilt – und, falls sich diese verschlechtert hat, die Munition wieder abgibt. Diese Beurteilung wurde aber nie gemacht und die Taschenmunition stattdessen vernichtet. 

Warum das wichtig ist: Heute ist die Sicherheitslage schlechter als 2007, insbesondere wegen des Ukrainekriegs. Der Vorgang zeigt, wie sich Bundesrat und Verwaltung nicht an Beschlüsse des Parlamentes halten.