Gastbeitrag

Der Streit um die norwegischen Vermögenssteuern

Jonas Gahr Støre, Norwegischer Ministerpräsident. Bild: Keystone
Jonas Gahr Støre, Norwegischer Ministerpräsident. Bild: Keystone

Die 2021 ins Amt gekommene norwegische Labour-Koalitionsregierung von Staatsminister Jonas Gahr Støre erhöhte die Vermögenssteuer im Staatshaushalt 2022 (der im Herbst 2021 verabschiedet wurde) durch eine Kombination aus erhöhten Steuersätzen und Kürzungen von Steuerermässigungen, die durch verschiedene Massnahmen im Staatshaushalt 2023 noch verschärft wurden. Der maximale nominale Steuersatz wurde auf 1,1 Prozent festgelegt. Darüber hinaus wurde die Dividendensteuer um ca. 20 Prozent erhöht, was die Auswirkungen der Vermögenssteuer verstärkt, da diese häufig durch die Entnahme von Dividenden finanziert werden muss. Infolgedessen verliessen rund 80 wohlhabende Unternehmer Norwegen und zogen in die Schweiz.