Die jüngste Zahlenpanne im Staate Schweiz hatte es in sich: In St.Gallen schaffte es das Wahlbüro bei den Gemeinderatswahlen, der FDP fünf Sitze (von insgesamt 63) zu viel zuzuteilen. Die Empörung war gross, auch wenn der Fehler – der gar nicht hätte passieren dürfen – rasch erkannt war und der Leiter des Wahlbüros zurücktrat. Allmählich muss man von einer Krise der Demokratie reden. Es scheint an der Kontrolle der staatlichen Zahlenschieber zu mangeln, ganz nach dem berühmten Motto Lenins: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Aber reicht das?

Andreas Vögeli, Leiter des St. Galler Stimmbüros (in der Mitte), und Sekretärin des Wahlbüros, Noëmi Huber (links). Bild: Screenshot SRF