Das ist passiert: Die vorgeschlagene Aufhebung des AKW-Neubauverbots sorgt bei linken Politikern für rote Köpfe. Der ehemalige Grüne-Nationalrat Ruedi Baumann (1991-2003) hat auf X aufgerufen, neue Atomkraftwerke in der Schweiz verhindern zu wollen, notfalls auch per Referendum.
Stoppen wir die Pläne für neue Atomkraftwerke in der Schweiz - notfalls mit einem Referendum. Bist DU dabei?
— Ruedi Baumann (@Auswandererblog) August 28, 2024
Der Löli-Faktor: Der Berner Alt-Nationalrat ist vor über 20 Jahren nach Frankreich ausgewandert und betreibt dort einen Ackerbaubetrieb.
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Schon früher war Ruedi Baumann, der von 1991 bis 2003 im Nationalrat tätig war, ein entschiedener Gegner der Atomkraft in der Schweiz.
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Er setzte sich aktiv für den Ausstieg aus der Atomenergie und die Förderung erneuerbarer Energien ein, um die Risiken von Nuklearunfällen und die angeblich ungelöste Entsorgung radioaktiver Abfälle zu vermeiden.
Was Baumann in seinem Tweet vergessen hat: Frankreich hat gemäss International Energy Agency (IEA) mit über 60 Prozent Energie aus Atomkraftwerken den grössten prozentualen Anteil an nuklearer Stromerzeugung am Strommix weltweit. Selbst wenn Baumann selbst Solarstrom produziert, dürften die Wintermonate ohne den sicheren französischen Atomstrom etwas schwierig werden.
Wie er es wieder gut machen kann: Baumann könnte offenlegen, wie viel Atomstrom er für seinen Betrieb zusätzlich zu seinem hochgelobten Solarstrom braucht. Falls er bereit wäre, auf diesen Anteil an AKW-Strom auch im Winter zu verzichten, würde er konsequent wirken. Auf der anderen Seite könnte er auch vernünftig werden und von seinen Erfahrungen mit der guten französischen Bandenergie lernen.

