Frank Urbaniok

«90 Prozent der Falschbeschuldigungen könnte man vermeiden»

«Es kann identitätsstiftend sein, als Opfer aufzutreten»

Ein Mädchen beschuldigt seine Eltern, sie jahrelang missbraucht zu haben. Beide werden verurteilt und landen im Gefängnis. Jetzt stellt sich heraus: Die Tochter hat sie absichtlich falsch beschuldigt, wie sie mittlerweile zugegeben hat. Der Tagesanzeiger berichtete vergangene Woche über diesen verstörenden Fall. Frank Urbaniok, forensischer Psychiater, beschäftigt sich seit Jahren mit dem Phänomen der Falschbeschuldigung. Weil sie als extrem selten gilt, wird diese Option oft gar nicht näher geprüft, sagt er. Dabei haben Falschbeschuldigungen in den letzten Jahren markant zugenommen, sagt Urbaniok im Videointerview. Er erläutert die Motive dahinter und zeigt, wie sich die Justiz vor solchen Fehlern schützen kann.

 

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