Feusi Fédéral, Ep. 180

Raphael Lanz: «Bern braucht mehr Ambitionen»

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26.02.2026

Der Thuner Stadtpräsident und Regierungsratskandidat über das, was ihn am Kanton Bern stört und er ändern will – und wie ein SVPler mit fast siebzig Prozent in ein Stadtpräsidium gewählt wird und wieso er dort gelegentlich «Stopp» sagen muss. 

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Raphael Lanz findet, der Kanton Bern mache zu wenig aus seinem Potenzial. Der Kanton dürfe sich nicht zufriedengeben, sondern brauche mehr Ambition. Er benötige schnellere Verfahren, schlankere und effizientere Verwaltung und müsse verantwortungsvoller mit den Steuergeldern umgehen. Die Verwaltung wachse stärker als die Wirtschaft. Das gehe auf Dauer nicht auf. «Alle Mittel, die der Staat benötigt, muss die Wirtschaft zuerst erarbeiten. Wenn der Staat stärker wächst, wird das nicht funktionieren», findet Lanz. Da brauche es «mehr Disziplin».

Dann seien auch weitere Steuersenkungen möglich – auch wenn dies in kleinen Schritten geschehe. «Aber wenn man einen kleinen Schritt gemacht hat, muss man den nächsten machen und dann den nächsten.» 

Tiefere Steuern für mehr Staatseinnahmen

«Wir dürfen einfach nicht mehr die höchste Steuerbelastung der ganzen Schweiz haben», findet Lanz. Der Kanton werde zwar kein «Steuerparadies», aber Bern müsse für Unternehmen und natürliche Personen ins Mittelfeld der Kantone kommen, «damit die anderen Stärken überhaupt zum Tragen kommen.» Wenn der Staat die Steuern senke, habe er am Schluss mehr Geld zur Verfügung. 

Rechtzeitig «Stopp» sagen

Und wie wird man als SVPler in einer Stadt in die Exekutive gewählt? Lanz betont, er mache dafür keine linke Politik, sondern arbeite mit allen Kräften an konkreten Lösungen für Thun. «Ich versuche, den politischen Gegner zu verstehen und jenseits von Ideologie sein sachliches Problem zu lösen.» Gleichzeitig sei es eine Führungsaufgabe, Vorschläge aus dem Parlament oder der Verwaltung abzuwehren. «Es ist eine Aufgabe der Exekutive, rechtzeitig Stopp zu sagen», findet Lanz.

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