Impfquote nicht entscheidend: Die Studie, die fast alle verschweigen wollen

Impfquote nicht entscheidend: Die Studie, die fast alle verschweigen wollen

Es ist belegt, und das aus sehr seriöser Quelle: Die Impfquote ist nicht entscheidend bei der Frage, wie stark sich das Virus verbreitet. Das Ziel der Eindämmung von Covid-19 durch die Impfung ist also eine Mär. Nur: Fast niemand mag das melden.

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von Stefan Millius am 20.10.2021, 07:46 Uhr
Harvard-Universität. (Bild: Pixabay)
Harvard-Universität. (Bild: Pixabay)
Wissenschaftler, die der Impfung nicht mit Feuer und Flamme das Wort reden, werden bekanntlich über Nacht zu «umstrittenen Wissenschaftlern». Dieses Schicksal blühte schon vielen verdienten Forschern. Entscheidend sind nicht Ausbildung, Erfahrung und publizierte Papiere, entscheidend ist die «richtige» Position.
Was passiert nun wohl mit Professor S. V. Subramanian und seiner Truppe? Der Harvard-Dozent genoss bis vor kurzem einen tadellosen Ruf. Und das nicht in Wirtschaftswissenschaften oder Japanologie. Sondern als Professor im Departement «Population Health and Geography».

Impfung und Zahl der Fälle: Der Zusammenhang fehlt

Aber nun ist der Professor ausgeschert. Er liefert nicht, was «man» hören will, sondern ziemlich das Gegenteil. In einer Forschungsarbeit kam sein Team zum Schluss: Es gibt keinen erkennbaren Zusammenhang zwischen der Höhe der Impfquote und der Anzahl Fälle von Coronaansteckungen.
Das ist ein Dammbruch. Er führt all das ad absurdum, was uns seit Monaten eingetrichtert wird: Impft euch möglichst vollständig, und die Pandemie ist bald vorbei. Auch wenn die «Impfpäpste» den Impfstoff zunächst vor allem zur Verhinderung schwerer Krankheitsverläufe propagierten, vermittelten sie schon bald auch den Eindruck, es sei bei umfassender Durchimpfung möglich, eine Art Immunisierung zu erreichen, die Covid-19 den Garaus macht.
Diese These ist schwer haltbar, wenn es prozentual nicht weniger Ansteckungsfälle in Gebieten mit hoher Impfquote gibt als in solchen mit einer tiefen. Und dass das so ist, zeigen die nackten Zahlen. Ob man in einem impffreudigen Land wie Portugal lebt oder in Vietnam, wo nur eine kleine Minderheit die Spritze bekommen hat, spielt keine Rolle in Bezug auf die Anzahl der Covid-Fälle.

Medien halten Studie unter Deckel

Die Studie aus Harvard beruht nicht auf zufällig ausgesuchten einzelnen Regionen oder abenteuerlich zusammengesetzten Puzzleteilen. Untersucht wurden mehr als 68 Länder sowie 3000 Bezirke in den USA. Die Arbeit erschien in einem angesehenen epidemiologischen Fachjournal. Es kann niemand, der in diesen Kreisen verkehrt, behaupten, er hätte die Erkenntnisse nicht zur Kenntnis genommen.
Ausserhalb akademischer Zirkel ist die Chance aber gross, nicht darüber gestolpert zu sein. Obschon gerade die Leute, die nun im Rahmen der neuesten Impfoffensive endlich überzeugt werden sollen, ein Recht darauf haben, die arg begrenzte Wirksamkeit der «Superwaffe» zu kennen.
Denn während sich auch in unseren Breitengraden alle grossen Zeitungen auf alles stürzen, was zu Corona publiziert wird, sofern es einigermassen gruselig ist: Diese Studie mit bestem Absender fand keine Gnade.
Was stand in den letzten Tagen laut der Schweizerischen Mediendatenbank (SMD) zum «Stichwort» Harvard? «Harvard bleibt reichste Universität der Welt», wusste die NZZ Mitte Oktober. «Bild der Frau» vermeldete Erkenntnisse rund um durch Stress verursachten Haarausfall. Nau.ch informierte uns über die kulturgeschichtlichen Aspekte von Musik: Wie entstand die eigentlich?

Auch international kaum Schlagzeilen

Alles sicher überaus spannend, aber warum bleibt die Harvard-Arbeit über nicht eingelöste Versprechen der weltumspannenden Impfkampagne unter Verschluss? Nur kleine oder thematisch begrenzte Portale wie epochtimes.de, «Die Ostschweiz» und «Inside Paradeplatz» räumten der Studie Platz ein. Blick, 20 Minuten, Tagesanzeiger und alle anderen Coronameinungsmacher blieben stumm. Denn der bestens ausgewiesene Professor sagt nicht, was sie hören wollen. Vor allem nicht wenige Wochen vor der erneuten Abstimmung über das Covidgesetz.
Aber zur Ehrrettung der Schweiz: International sieht es nicht besser aus. Einige kleine Blätter räumten Professor S. V. Subramanian Platz ein, die grossen Stimmen schwiegen. Es war wohl schlicht und einfach zu viel der Wahrheit – zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt.

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