Bund geht auf Like-Jagd auf Instagram — und stellt dafür 10 Leute ein

Bund geht auf Like-Jagd auf Instagram — und stellt dafür 10 Leute ein

Der Bund kommuniziert häufig und vielseitig. Hierzu gibt es verschiedene Mittel und Instrumente. Mit Instagram soll nun ein für den Bund Neues dazukommen.

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von Sandro Frei am 24.6.2021, 17:00 Uhr
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Wer heute die Bevölkerung erreichen will, braucht auch eine Präsenz auf Instagram. Dies zumindest, wenn man die eher jüngeren Semester erreichen möchte. Der Bund kommuniziert in vielfältiger Art und Weise mit der Bevölkerung und erstellt dafür eigenen Inhalt. Elf Jahre nach der Gründung von Instagram, kommt der Bund also auf die Idee, dass es Zeit wird, die Plattform auch für die eigenen Anliegen zu nutzen.
Der Bund nutzte bis anhin die Plattformen Youtube und Twitter. Auf Twitter ist es der Bundesratssprecher André Simonazzi, der mit der Bevölkerung interagiert. Dort ist vorwiegend die Politikbubble und die Journalistenzunft anzutreffen.

Bereits 3.7 Millionen User in der Schweiz

Die Idee, mit Instagram breitere Gesellschaftsschichten anzusprechen, liegt also auf der Hand. Insbesondere, da gemäss Statista aktuell 3.7 Millionen Schweizer auf Instagram anzutreffen sind.

Zehn zusätzliche Stellen benötigt

Hierzu hat der Bundesrat die Schaffung von zehn Stellen bewilligt. Denn ein solcher Instagramkanal will auch gepflegt und bespielt werden. Was für Inhalte für die Plattform aufbereitet werden sollen, und ob es eine Rundumbetreuung gibt, ist noch unklar. Der Bund richtet aus, dass er prüfen würde, ob es Sinn ergibt, nach dem neu aufgebauten Instagramchannel, noch weitere Social Media-Plattformen zu bespielen. Dies wäre natürlich mit einem weiteren Personalbedarf verbunden. Vorerst wird also nichts aus neuen TikTok-Challenges mit Ueli Maurer.


Der Aufbau des Instagramprofils soll erstens «einen Beitrag leisten, damit Bevölkerungsteile, die auf anderen Kanälen kaum erreicht werden, sich in den sozialen Medien über wichtige Entscheide, Geschäfte oder Tätigkeiten informieren können. Dies geschieht in Form einer sachlichen Darstellung und im Rahmen des Informationsauftrags. Zweitens sollen Bundesrat und Departemente das Potenzial audiovisueller Formate für ihre oft als komplex wahrgenommenen Geschäfte nutzen», wird in der Medienmitteilung vom Bund festgehalten. Die Bevölkerung darf also gespannt sein, wenn der Bundesrat ab nächstem Jahr auf Instagram anzutreffen ist.

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