Anpassung für viele Migranten eine Zumutung

Anpassung für viele Migranten eine Zumutung

Unzählige Migranten weigern sich ihrem Gastland anzupassen und werden dabei von vielen Medien unterstützt.

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von Markus Melzl am 28.4.2021, 13:30 Uhr
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Im Mai 2017 wurde in Winterthur ein heute 53-jähriger, irakisch kurdischer Vorbeter der An’Nur-Moschee festgenommen. Im Oktober vergangenen Jahres stand dieser vor den Schranken des Bundesstrafgerichts in Bellinzona, wo er wegen der Beteiligung an der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) zu 70 Monaten Freiheitsstrafe mit anschliessendem Landesverweis von 15 Jahren verurteilt wurde. Die Bundesanwaltschaft fand das Urteil zu milde und der Verurteilte sinngemäss zu hart, weshalb nun die Berufungskammer des Bundesstrafgerichts nochmals über dieses Verfahren verhandeln wird.
Aus strafprozessualer Sicht absolut rechtens und korrekt. In der Zwischenzeit wurde jedoch bekannt, dass der Verurteilte nicht reuig auf seine Berufungsverhandlung wartet, sondern aktiv mit seinem terroristischen Umfeld in Kontakt steht. Offenbar hat er einmal die telefonische Anweisung erteilt, jemanden „verrecken zu lassen“ und bei einem weiteren Telefonat versuchte er mit hoher Wahrscheinlichkeit wiederum eine nicht gerade lebensbejahende Order abzusetzen, was ihm durch das Unterbrechen des Gesprächs nicht gelang. Durch diese Telefonate hat sich nun der ehemalige Vorbeter eine Kontaktsperre eingehandelt. Wegen dieser gerichtlich verfügten Anordnung, nahm der inhaftierte Kurde Kontakt mit der irakischen Botschaft auf und bat dort um Hilfe, obwohl er im Verfahren aussagte, wonach eine Abschiebung in sein irakisches Heimatland seinen sicheren Tod bedeuten würde. Diese Aussage wird wohl reichen, ihm nach seiner Haftentlassung mit grosszügiger Sozialhilfeunterstützung das ewige Bleiberecht in der Schweiz zu gewähren.
Jetzt nach Deutschland und dort ins sächsische Dresden. Im deutschen Schicksalsjahr 2015 reiste ein 15-jähriger Syrer zusammen mit über einer Million Flüchtlingen, Migranten und Schutzsuchenden – oder wie immer man diese Leute bezeichnen will – nach Deutschland, angelockt durch den Angela Merkel-Ruf „wir schaffen das“. Kurz nach seiner Einreise soll er sich radikalisiert haben, wobei es wahrscheinlicher ist, dass er schon vor seiner Migration nach Deutschland ein radikaler Islamist war. Wegen einer schweren staatsgefährdeten Straftat wanderte er bald in den Knast und wurde Ende September 2020 entlassen. Nur vier Tage später sah er auf offener Strasse, wie sich ein homosexuelles Paar umarmte, was für ihn wohl der Inbegriff einer freiheitlichen Gesellschaft verkörperte, welche er abgrundtief hasste. Derart in Rage geraten, hat er die beiden Männer niedergestochen (ein Messer trägt man doch immer auf sich) und dabei eines der Opfer getötet. Im Zuge der polizeilichen Pressearbeit wurde die Öffentlichkeit zwar über die Straftat, nicht aber über das Motiv orientiert, welches diesem Verbrechen zugrunde lag. Man debattiert in Deutschland leidenschaftlich über homophobe Gewalt, wobei solche von islamischen Flüchtlingen begangene zur Schonung der rot/grünen Seele verschwiegen werden muss. War es dann gar ein unbegleiteter Jugendlicher, dem bei der Welcome-Party anlässlich seiner Einreise ein Teddybärchen geschenkt wurde, dann sind umfangreiche Vertuschungsaktionen angesagt. So unterschiedlich die beiden Fälle auch sein mögen. Sie sind symptomatisch für den heuchlerischem Umgang mit kriminellen Flüchtlingen und verdeutlichen, wie verachtend solche „Schutzsuchernden“ mit den Bürgern und Institutionen ihres Gastlandes umgehen.

Markus Melzl, ehemaliger Kriminalkommissar und Sprecher der Staatsanwaltschaft Basel-Stadt, Kolumnist Nebelspalter

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