Wenn «weniger Waffen» wichtiger ist als «weniger Vergewaltigungen»

Die Fachstelle «Schweizerische Kriminalprävention» rät, sich bei einem Vergewaltigungsversuch mit Gewalt zu wehren – aber ja nicht mit einer Waffe. Dies sei für das Opfer gefährlicher als für den Täter. Die Forschung belegt das exakte Gegenteil.

image 28. Februar 2022, 08:00
«Wehren? Ja, aber nicht mit einer Schusswaffe.» Das rät die Schweizerische Kriminalprävention. Bild: Keystone-SDA
«Wehren? Ja, aber nicht mit einer Schusswaffe.» Das rät die Schweizerische Kriminalprävention. Bild: Keystone-SDA
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Im Jahr 2020 wurden schweizweit 646 vollendete Vergewaltigungen registriert – ein Rekord. Rechnet man, konservativ, mit dem Dunkelzifferfaktor 3, kommt man auf knapp 2'000 Fälle. Real sind es nur schon deswegen deutlich mehr, weil in der Schweiz nur die erzwungene vaginale Penetration als Vergewaltigung gilt. Orale und anale Vergewaltigungen werden als blosse sexuelle Nötigungen aufgefasst.

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