Wahre Genderliebe

Wahre Genderliebe

«.....verliebte sich in einen LGBTQ-Kommilitonen, der sich aber noch unschlüssig war, ob er sich mehr zu L, G, B, T oder Q outen solle.......»

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von Hans A. Jenny am 30.4.2021, 06:00 Uhr
Bild: Shutterstock
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Ein systemimmanent durchaus zur Neuaktivität fähiges austragendes Ex-Elter, Studiosa an der linguistischen Fakultät der Universität Zürich, war dotiert mit einem multi-funktionsfähigen und ausserdem sehr attraktiv ausstaffierten Körperoberteil. Sie verliebte sich in einen LGBTQ-Kommilitonen, der sich aber noch unschlüssig war, ob er sich mehr zu L, G, B, T oder Q outen solle. Die sich zu erneuter austragender Elter- Beziehung bekennende Studiosa versprach dem LGBTQ-Studenten, solange auf ihn zu warten, bis er sich endgültig für eine oben oder unten, links oder rechts, vorne oder hinten Alliance entschlossen habe.
Dieser tolerante Vorsatz wurde jedoch durch einen aggressiven Sprachprofessor der traditionellen sexuellen Bünzli-Ausrichtung jäh zunichte. Er, ein vehementer Neugenderologe, schwängerte die Studiosa definitiv zum erneut austragenden Elter.
Der arme LGBTQ-Student entleibte sich aus Liebeskummer durch einen Schuss ins Posteriori. Mit dieser Verzweiflungs- tat deutete er immerhin eine postume genderologische
Entscheidung an. Am obligaten «Greta»-Protestmarsch nach der Beerdigung («Nieder mit dem Kapitalismus!» «Es lebe Black Friday und das grüne Klima!») nahmen auch Hand in Hand die kurz vor der erneuten Austragung stehende aus-tragende Neu-Elter und der nichtaustragende Genderologie-Linguistik-Professoren-Elter als Frisch-vermählte teil. Selbstverständlich trug man und frau und auch alle anderen Masken und befleissigten sich eines Abstandes von 150 Zentimetern.
Im Restaurant «<Zum Regenbogen», sinnig dekoriert mit funkelnden Gendersternchen, servierte man dann den Trauergästen vegane geschlechtsneutrale Bratwürste. Wahrlich ein romantisch- nachhaltiges Finale!

Der Autor schreibt selber über sich: Im Alter von 90 Jahren ohne jegliche Vorurteile und Interessens-bindungen, weder zur Wirtschaft noch zur Politik.

  • Satire
  • Gesellschaft
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