Von Hutus und Tutsis, Palästinensern und Israelis

Von Hutus und Tutsis, Palästinensern und Israelis

In Israel verwüsten Palästinenser und israelische Araber in pogromartigen Ausschreitungen landesweit Synagogen, verprügeln Juden, stecken Geschäfte und Autos in Brand.

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von David Klein am 17.5.2021, 10:58 Uhr
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Sie attackieren israelische Polizeikräfte aus der Jerusalemer Al Aqsa Moschee heraus, der angeblich drittheiligsten Stätte des Islam, wo die Protestler dessenungeachtet Steine, Molotovcocktails und andere Waffen bunkern.
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Protestler in der Al Aqsa Moschee in Jerusalem

Moralische Relativierung

Die Hamas-Terroristen feuern aus dem Gazastreifen tausende Raketen auf Israels Zivilisten ab, egal ob sie Juden, Muslime, Christen oder andere Ethnien treffen, die in der einzigen pluralistischen Demokratie im Nahen Osten zuhause sind. Israel regiert mit präzisen Luftangriffen auf militärische Ziele der Hamas, die von der Presse mit Begriffen wie «Vergeltungsschläge» und «Gewaltspirale» mit dem genozidalen Wüten der Terroristen gleichgesetzt werden.
Wer sich nun tatsächlich von den Medien den Bären aufbinden lässt, der Grund für die landesweiten arabischen Gewaltexzesse sei die geplante, aber nicht erfolgte Zwangsräumung von vier Häusern im Jerusalemer Quartier Sheikh Jarrah (vormals das jüdische Viertel Shimon HaTzadik) oder eine Absperrung am Damaskus Tor in Jerusalem, der sollte seinen moralischen Kompass justieren lassen.

Khaybar Khaybar, ya yahud

Wenn Araber mit dem Schlachtruf «Khaybar Khaybar, ya yahud, Jaish Muhammad, sa yahud!» (Khaybar Khaybar, Oh Juden, Mohammeds Armee kehrt zurück!) das Massaker an den Männern der jüdischen Gemeinde von Khaybar und die Versklavung ihrer Frauen durch den Gründer des Islam heraufbeschwören, hat das vermutlich wenig mit einem Immobilienstreit zu tun.
Die westlichen Medien (löbliche Ausnahmen: BILD und WELT) tun ihr Bestes, die Situation nicht als das zu benennen, was es ist: Hier geht es einzig und allein um Hass gegen Juden.

Juden köpfen

Bei einem Mindestmass an journalistischer Sorgfaltspflicht bezüglich der eigenen Recherchen, wären sogar die voreingenommensten Schweizer Journalisten auf das Video des ranghohen Hamas-Funktionärs Fathi Hamad gestossen, der am 7. Mai auf Al-Aqsa TV, dem offiziellen Fernsehsender der Hamas, Araber dazu aufruft, Juden zu köpfen. Wo der Kopf der Juden genau abzutrennen ist, zeigt er an seinem eigenen Hals.
Hamas-Funktionär Fathi Hamad zeigt, wo man Juden den Kopf abtrennt

Hetze gegen Juden im Kinderprogramm

Die Journalisten hätten auch die Quizshow «The Tune of the Homeland» entdecken können, die im Vorfeld der aktuellen Gewaltausbrüche im Kinderprogramm des offiziellen TV-Senders der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) des «gemässigten» Palästinenserpräsidenten Mahmoud Abbas Lieder ausstrahlte, die Terror gegen Juden verherrlichen.
Hetze gegen Juden im Kinderprogramm
Mein Maschinengewehr ist in meiner Hand, und ich will weiter marschieren
Unser besetztes Land wird nicht umsonst zurückgegeben. Ich will weiter marschieren, ich will weiter marschieren
Mein Maschinengewehr und meine Kugeln sind der Weg zur Erlösung
Zur Musik kommentierte der Sprecher des PA-Fernsehens: «Wir spielen die schönsten Melodien. Und in jeder Melodie eine Kugel, in jedem Text ein Gewehr.»
Dass diese Nachweise arabischer Hetze gegen Juden (nicht Israelis) ihren Weg in die hiesigen Medien nicht gefunden haben, ist entlarvend.

Judenhass im Koran und Neuen Testament

Stattdessen fragt sich die jüdische Journalistin Joëlle Weil, die für den BLICK «hautnah» aus Israel berichtet: «Wie konnte die Situation derart eskalieren»? Die Juden und Araber in den Städten, in denen nun bürgerkriegsähnliche Zustände herrschen, hätten doch «friedlich» in «Koexistenz» zusammengelebt.
Haben Christen und Juden in Deutschland nicht auch friedlich zusammengelebt, bis die Shoah über die deutschen Juden hereinbrach? Damals wehrten sich die Juden nicht, heute skandalisiert Joëlle Weil israelische Juden, die sich wehren, als «jüdische Rechtsextremisten». Das Neue Testament und der Koran predigen Judenhass, deshalb ist die Situation «eskaliert».

Intifada bis zum Sieg

Wie immer, wenn es in Israel kracht, gehen weltweit «Friedensbewegte» für die vermeintlich unterdrückten Palästinenser und gegen Israel auf die Strasse. In ganz Deutschland wurden israelische Fahnen verbrannt und Synagogen attackiert, in New York wurden Juden zusammengeschlagen. In Gelsenkirchen skandierten Muslime vor einer Synagoge «Scheiss Juden» (so viel zur «Israelkritik») und «Kindermörder Israel», Parolen, von denen man hoffte, sie nach Auschwitz auf europäischen Strassen nie mehr hören zu müssen.
Mit «Bombardiert Tel Aviv», «Intifada bis zum Sieg» und «Freiheit für Palästina, vom See bis zum Meer» wird nicht weniger als die Auslöschung des jüdischen Staats gefordert.

Allahu Akbar

Der hasserfüllte Mob in Gelsenkirchen, bewehrt mit Flaggen der Palästinensischen Autonomiebehörde, der Türkei und Algerien, musste unter Einsatz von Schlagstöcken von der Polizei gestoppt werden. Während des Dritten Reichs waren Juden vor ihren christlichen Mitbürgern nicht sicher, heute geht die Gefahr von deutschen Muslimen aus. Das fanatisch gebrüllte «Allahu Akbar» hat das «Sieg Heil» der Nazis abgelöst.
Gemäss dem Völkermordforscher Gunnar Heinsohn starben in den 73 Jahren des arabisch-israelischen Konflikts rund 91'000 Menschen. Während dieser Zeit forderte die exzessive Gewalt von Muslimen gegen Muslime in unzähligen Kriegen mehr als 10 Millionen muslimische Todesopfer. Warum demonstrieren Muslime nicht, wenn ihre Glaubensbrüder und -schwestern im Namen des Islam von Muslimen ermordet, ­vergewaltigt, ­versklavt und vertrieben werden?

Eine Million Tote

Während des Bürgerkriegs in Ruanda zwischen Hutus und Tutsis wurden rund 1'000'000 (eine Million) Menschen bestialisch ermordet. Die genauen Umstände der Massaker an Schwarzen durch Schwarze verweigern sich der Vorstellungskraft jedes zivilisierten Menschen, deshalb erspare ich sie der Leserschaft. Ich kann mich aber nicht an Demonstrationen für die Opfer oder gegen die Täter dieses Völkermords erinnern. Es wurden auch keine Friedhöfe und Kirchen von Schwarzen geschändet, afrikanische Botschaften attackiert oder Farbige auf offener Strasse misshandelt.
Warum nicht, ist einfach erklärt: In diesem Konflikt, in dem in weniger als 100 Tagen 10 Mal mehr Menschen starben, als in über 70 Jahren Nahostkonflikt, sind keine Juden involviert.
Diese Doppelmoral hat einen Namen: Antisemitismus.

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