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Von der Hybridisierung zur Elektrifizierung

image 3. Februar 2022, 08:00
Mehr als 10 Jahre alt, 275 000 km gelaufen, nichts gehabt mit dem RX450 h.
Mehr als 10 Jahre alt, 275 000 km gelaufen, nichts gehabt mit dem RX450 h.
In der vermutlich wesentlichsten Phase seit der Erfindung des Automobils – als keineswegs entschieden war, ob man künftig mit Strom oder fossilem Treibstoff fahren würde –, prallen jetzt Ideologien aufeinander. Man muss seriös recherchieren, um belastbare Aussagen zum Beispiel der Haltbarkeit von Batterien machen zu können. Da trifft es sich gut, dass ein Nachbar des auf einem Verbrenner steckengebliebenen, einen 2010er Lexus RX450 h meistens auf Kurzstrecke, aber mehrmals jährlich an die Algarve in Portugal fährt, statt fliegt: «275 000 Kilometer, nichts, wirklich nichts gehabt….». Der Schreiber schaut in das gut zehn Jahre alte SUV von Lexus. Tachostand stimmt, der Lenkradkranz glänzt nicht speckig, oder abgegriffen. Auf einer Fahrt verrät bloss der fehlende Touchscreen, dass der Wagen schon älter sein muss.
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Unter den Taxihaltern geniesst der Prius-Hybrid eine einmalige Stellung.

Hybrid-Exporte

Die «Recherche» vertiefend, ein Besuch beim Airport-Taxi-Betreiber in Kloten: «Entscheidend für den Prius sind nicht Beziehungen oder Rabatte, sondern einzig die Betriebskosten….». Und der Betriebsleiter fuhr fort: «Nach etwa 350 000 Kilometern gehen die Prius in den Export». Zuletzt würden Afrikaner oder die Mongolen gebrauchte Autos importieren, wenn man sich nicht weitere Jahre darauf verlassen könnte, ohne mit elektrischen Problemen zu tun zu haben. In Ulaanbaatar bewegt sich der Fahrzeugbestand zu rund einem Viertel aus gebrauchten Prius, hauptsächlich aus Japan eingeführt, trotz Lenkrad auf der falschen Seite (Japan Links- Mongolei Rechtsverkehr). In der mongolischen Hauptstadt kann das Thermometer im Juli bis auf 40 Grad steigen (Zürich Ø-Temp. 18,8°) steigen und im Januar bis auf minus 35 Grad sinken (Zürich Ø + 0,3°), was seit Jahrhunderten nicht dem Klimawandel, sondern über die zentrale Festlandlage gesetzt ist. Auch in Sibirien sind über Wladiwostok eingeführte Hybride aus Japan stark vertreten. Erklärung: Japan kennt zu Gunsten der heimischen Autoindustrie die schärfsten MfK-Regelungen weltweit und exportiert deshalb Occasionen in die ganze Welt.
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Der UX EV ist das erste rein Elektrische Auto von Lexus.

Rein elektrischer UX

Evolutionär hat Lexus den Durchschnittsverbrauch vom 272 PS starken RX400 h mit 8,1 Liter/100 km auf 6,3 L/100 km beim aktuellen und schwereren 450 h mit 313 PS gedrückt. Das zeigt schon eindrücklich, dass der japanische Konzern das Thema Batterien und Elektrifizierung im Griff hat.
Nicht zu früh aber nun, bringt Lexus sein erstes elektrisches Auto, den UX EV, auf den Markt. Statt einem Nickel-Hybrid-Akkumulator kommt beim ersten Lexus ohne Verbrennungsmotor ein Lithium-Ionen-Speicher zum Einsatz um längere Strecken ohne Zwischenhalt zu erreichen. Mit einer Autarkie von rund 300 km (WLTP) zwischen den Ladevorgängen profitiert der Akku des elektrischen UX von der langjährigen Erfahrung, seit 2004 über 1,6 Millionen elektrische Hybridfahrzeuge gebaut zu haben. Zum elektrischen Pendeln oder für einen Tagesausflug reichen die Batteriekapazitäten der Elektroautos meistens. Für Ferienfahrten muss man zwischendurch ohnehin an eine Zapfstelle. Batterieelektrisch höhere Reichweiten erfordern ein überproportionales Fahrzeuggewicht, das im Alltag unnötig herumzuschleppen ist.
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Innen ist der elektrische UX einfach ein luxuriöses Auto.

Bezahlen keinen Rappen

Um es verständlicher auszudrücken: Die reine Elektrifizierung macht zur Zeit vorwiegend für Autobesitzer Sinn, welche zu Hause über einen unproblematischen Stromanschluss für das Betanken des Vehikels über Nacht verfügen. Davon sind wir noch weit entfernt. Ebenso bleibt uns die Politik bislang die Antwort schuldig, wie elektrische Autos gesamtschweizerisch besteuert werden sollen. Bislang bezahlen die Besitzer von reinen Stromern keinen Rappen an die nationale Strasseninfrastruktur.
Lexus-Technologien wie das zentrale Steuergerät (PCU), das Batterie-Managementsystem und der Elektromotor sind über viele Millionen Kilometer erprobt und getestet worden. Die «Tank»-Reichweite des UX EV ist nicht rekordverdächtig, sondern praxisgerecht darauf abgestimmt, dass Elektrofahrzeuge zu Hause aufgeladen werden können.
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Technik sichtbar gemacht; Batterien im Boden, tiefer Schwerpunkt.


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