Plädoyer gegen Sprechverbote

In Russland darf man den Krieg in der Ukraine nicht «Krieg» nennen, sonst riskiert man, ins Gefängnis gesperrt zu werden. Nichts kennzeichnet einen totalitären, autokratischen Staat stärker als ein solches Verbot. Wir sind bei uns zu Recht stolz auf die Meinungsfreiheit. Aber sie ist in Gefahr.

image 28. April 2022, 12:30
Kein Ort, wo die Wissenschaftsfreiheit verteidigt wird: ETH Zürich. (Bild: Keystone)
Kein Ort, wo die Wissenschaftsfreiheit verteidigt wird: ETH Zürich. (Bild: Keystone)
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Die Meinungsfreiheit ist auch bei uns derzeit aus verschiedenen Ecken bedroht. Ein Beispiel ist die Identitätsdebatte um die Frage, wer für und über wen sprechen darf. Eine weisse Theologin – Jennifer M. Buck – darf kein wissenschaftliches Buch über «Black Feminism» veröffentlichen. Es sei nicht erlaubt, über eine Welt zu schreiben, die nicht die eigene sei. Das wäre «kulturelle Aneignung» und Kolonisierung. Das Buch wurde vom US-Verlag zurückgezogen.

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