Debatte

Nebelspalter Lunch mit Dominik Feusi und Serkan Abrecht #5

Im heutigen Gespräch diskutieren Dominik Feusi und Serkan Abrecht über den Energiekonzern Axpo, das Technologieverbot und die Finanzierung von Atomstrom. Ebenfalls Thema ist die AHV-21 Reform, die Mehrwertsteuer und die «Heiratsstrafe».

image 6. September 2022, 14:49

Im fünften «Nebelspalter Lunch» haben sich Dominik Feusi und Serkan Abrecht den Fragen des Publikums gestellt. Die Stromkrise beschäftigt die Bevölkerung, was sich auch in den Fragen des Publikums widerspiegelt hat. Zu Beginn wurde die aktuelle Nachricht des Energiekonzerns Axpo besprochen, für den der Bund gestern einen allfälligen Notkredit über vier Milliarden Franken bereitgestellt hat. Wie ist diese Massnahme einzuordnen, und hätte sich die Axpo besser auf die Stromkrise vorbereiten müssen?
Nach möglichen Lösungen wird im Atomstrom gesucht: Wäre in diesem Zusammenhang eine Finanzierung neuer Atomkraftwerke ohne staatliche Subventionen möglich? Serkan Abrecht stellt fest, dass eine private Finanzierung sehr wohl möglich sei, doch bevor dies überhaupt infrage komme, müsse das Technologieverbot aufgehoben werden. Im Hinblick auf den Winter wird nicht nur das Thema Strommangel akut, sondern auch wieder die Corona-Krise. Ist eine Politische Untersuchungskommission (PUK) notwendig, welche die Politik in der Pandemie genau unter die Lupe nimmt?
Auch die AHV-21 Reform war Thema: Beschäftigt haben die Zuschauer die Erhöhung der Mehrwertsteuer und die Frage, weshalb diese notwendig sei. Zudem die Frage der «Heiratsstrafe» kam auf, und ob eine Individualbesteuerung eine Lösung sein könne. Dominik Feusi ist noch nicht überzeugt von dieser Idee, da er eine allgemeine Steuersenkung einer Individualbesteuerung vorzieht.
Gegen Ende der Livesendung hat ein Leser eine Debatte über den Ärztemangel angestossen. Weshalb fehlen uns Fachkräfte im Gesundheitswesen, wenn sich das Angebot an Studienplätzen in Humanmedizin seit 2007 beinahe verdoppelt hat? Für Dominik Feusi und Serkan Abrecht ist klar, dass mehrere Ursachen für den Mangel verantwortlich sind. Für Dominik Feusi sind die starke Zuwanderung und das steigende Alter der Patienten wesentliche Komponenten – zudem der Umstand, dass immer noch zu wenig Fachpersonal ausgebildet werde.
Der nächste Nebelspalter-Lunch findet am Dienstag, 4. Oktiober um 1215 Uhr statt.

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