LGBTQ-Plumpsklo

LGBTQ-Plumpsklo

Aufgepasst ihr lieben Älpler und Bergbauern! Nach dem Nein zum Jagdgesetz im vergangenen Herbst werdet ihr nicht nur von Bär und Wolf bedroht: Die Städter kommen und mit ihnen die Forderung nach lgbtq-tauglichen Plumpsklos!

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von Ralph Weibel am 29.4.2021, 11:16 Uhr
Hompage Pro Natura
Hompage Pro Natura
Als ob es die Schweizer Bergler nicht schon schwer genug hätten, droht ihnen weiteres Ungemach. Bei der Abstimmung zum neuen Jagdgesetz zeigte sich ein Stadt-Land-Graben. Je weiter weg vom Geschehen, desto deutlicher wurde gegen den Abschuss von renitenten Wildtieren gestimmt. Diesen Graben wollen die Neinsager nun mit freiwilligen Hirten zuschütten. Unter dem Titel «Pasturs Voluntaris», zu Deutsch «Die freiwilligen Hirten», will Pro Natura helfen, das Lammgigot seiner Endverwertung in einem hippen Szenelokal an der Zürcher Bahnhofstrasse zuzuführen und nicht einem Wolf zu überlassen.
Man will sich nicht vorstellen, wie wohlstandsverwahrloste Städterinnen und Städter mit einem Starbucks Becher voll Latte Macchiato die Surselva oder das Calancatal stürmen. Beseelt vom Gedanken, den Wolf, unter Androhung der Teilnahme an einer Aggressionstherapie, zur Räson zu-, und davon abzubringen, sich wie ein Pauschaltourist am All-Inclusive-Buffet zu verhalten. Mit den Städtern droht den Alphirtenden die Forderung, ihre Chnebel-Schissi müsse lgbtq-tauglich sein und die Anzahl der neugeborenen Lämmer vervielfache dementsprechend den Anspruch auf Vaterschaftsurlaub. Einziger Vorteil der Zuwanderung wäre die Einsicht, dass die auf dem Robinson-Spielplatz im Grossstadt-Dschungel erworbenen Kompetenzen in freier Wildbahn etwa so überlebenstauglich sind wie ein Schaf in einem Wolfsrudel.
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Claudia Wirz, Heute, 04:00
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