Klitschko, meine russischen Freunde und ich

Der Krieg in der Ukraine produziert Schwarz-Weiss-Bilder. Doch wer genau hinschaut, erkennt die blinden Flecken beidseits der Frontlinie. Ein Essay nach meiner Begegnung mit Vitali Klitschko und Gesprächen mit ukrainischen und russischen Bekannten.

image 28. Februar 2022, 17:00
«Putin will ein Imperium bauen, das eine Weltmacht ist wie die ehemalige Sowjetunion»: Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko in seinem Büro, 27. Februar 2021.
«Putin will ein Imperium bauen, das eine Weltmacht ist wie die ehemalige Sowjetunion»: Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko in seinem Büro, 27. Februar 2021.
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Das Kriterium des Politischen sei die Unterscheidung in Freund und Feind, sagte Carl Schmitt. So gesehen erleben wir in diesen Tagen die brachiale Wiederkehr des Politischen auf der Weltbühne. Was Schmitt in seiner martialischen Denkweise jedoch ausblendet, ist die zivilisatorische und juristische Einhegung der Politik: In der Arena der Demokratie ist das Gegenüber kein Feind, sondern eben bloss ein politischer Gegner. Man schlägt ihn mit dem besseren Argument, nicht mit der Waffe. Man triumphie

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