Kleines Islamisten-Who's Who: Wie unterscheidet man Taliban und IS-Terroristen?

Kleines Islamisten-Who's Who: Wie unterscheidet man Taliban und IS-Terroristen?

Es ist für den Laien wie für den Experten nicht einfach, beim Thema Afghanistan den Durchblick zu behalten. Da geistern Begriffe wie Al Qaida-Splittergruppe, Paschtunen, Haqqani-Netzwerk und IS-Khorasan durch die Medien und man fragt sich, ob's am Ende ein Kalifat, ein Emirat oder einen Salat gibt.

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von Claude Catsky am 10.9.2021, 07:00 Uhr
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Deshalb möchten wir Ihnen hier eine Art Hilfestellung anbieten, um eine mögliche Begegnung mit dieser völlig fremden Kultur erfolgreich zu gestalten – also möglichst ohne Konflikte oder irreparable Schäden. Schliesslich kann es einen nicht nur als US-Soldat, sondern auch als abenteuerlustiger Individualreisender schon mal an besonders exotische Destinationen wie Usbekistan, Pakistan oder eben ins wilde Afghanistan verschlagen. Etwa bei extremer Langeweile oder Lebensmüdigkeit. Oder beidem.
Kommt erschwerend hinzu, dass generell in manchen Kulturen einheimische Bräuche und Gepflogenheiten oftmals etwas ausgefallen und gewöhnungsbedürftig sind. Etwa scharfes Essen, Hummus und Hamas, Ganzkörperburkas oder Selbstmordattentate.
Rein äusserlich sind Taliban (siehe Abbildung Hans*) und IS-Mitglieder (siehe Abbildung Heiri*) fast nicht zu unterscheiden. Beide tragen oft Bärte, Turban und die landesübliche Tracht. Hinter dieser Verkleidung verstecken sich religiöse Eiferer, die völlig ausserhalb menschlicher Normen operieren und meilenweit von westlichen Werten und Regeln entfernt sind. Also kurz gesagt: Geistig Herausgeforderte.
Die einen sind extremistisch und brutal, die andern brutal und extremistisch.
Der IS-Terrorist hat meist eine Fahne. Und zwar schwarz mit weissen Schriftzeichen, die wahrscheinlich auf den Hersteller der Fahnen verweisen (z. B. Made in USA).
Beide haben eine Vorliebe für Drogengeschäfte.
Die Taliban betreiben inzwischen professionelle PR und Medienarbeit, die IS-Mitglieder kommunizieren ausschliesslich in Form von Bekennerschreiben nach Terroranschlägen.
IS-Anhänger haben ein Flair für versteckt getragene Bauchgürtel, alte rostige Autos und
eine ausgeprägte Schwäche für ein angebliches Paradies mit 72 Jungfrauen, weshalb sie es kaum erwarten können, dorthin zu kommen.
Die Taliban sind eher konventionell mit Kalaschnikows, neuerdings in US-Humvees und ab und zu mit dem Säbel unterwegs. In ihrer Freizeit verprügeln sie gerne unverschleierte Frauen. Hobbys: die Scharia und Zwangsheiraten.
Fazit und Verhaltens-Empfehlung.
Es ist eigentlich Hans was Heiri, ob Taliban oder IS-Terrorist. Hauptsache Sie begegnen keinem. Wenn Sie eines Tages trotzdem mal einen vor sich haben sollten, dann suchen Sie schnellstmöglich das Weite. Bitte nicht füttern! Vor allem nicht mit Cervelat.
*Die Namen sind auch der Redaktion nicht bekannt

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Claude Catsky31.8.2021comments

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