In Basel haben Linksextreme linksorientierte Betriebe verschandelt

In Basel haben Linksextreme linksorientierte Betriebe verschandelt

Linksextreme haben vergangene Woche in Basel Sachbeschädigungen und Schmierereien bei drei linksorientierten Unternehmen verübt.

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von Markus Melzl am 8.7.2021, 09:00 Uhr
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Es gibt in Basel zwei Verkaufsläden und eine Beiz, welche beim alternativen Publikum hoch im Kurs stehen. Da wäre mal das Geschäft „unverpackt“, wo der tägliche Bedarf an biologischen Produkten als Offenware eingekauft werden kann. Um Verpackungsmaterial zu sparen, müssen die Kunden, wie bei einer Tupperware-Party, die Behälter von zu Hause mitbringen. Zudem bieten die Räumlichkeiten Platz für Vorträge und Workshops zu Themen des nachhaltigen Lebens. Zweiter Sehnsuchtsort der alternativen Lebensweise dürfte die „Bäckerei Kult“ sein. Auf der entsprechenden Website werden von einer „gastronautischen Gesellschaft“, von zwei „Prozessgestalter*innen mit Leidenschaft für Essen“ und einer „undiplomierten Geisteswissenschaftlerin“ geschwärmt. Also gendergerechte Backwaren ohne Zusatzstoffe und Uniabschluss. Schliesslich das „Unternehmen Mitte“, ein Kaffeehaus mit Kulturimpuls, wo Ideen geboren werden, so zumindest wird im Internetauftritt des Lokals versprochen. Jetzt waren diese drei von Linken, Grünen und Alternativen heiss geliebten Unternehmungen Ziel von Sachbeschädigungen, indem Hauswände mit Farbe verschmiert und beim Laden „unverpackt“ zusätzlich Scheiben eingeschmissen wurden. Verantwortlich für diese Sachschäden waren aber nicht Nazis oder Klimaleugner, sondern linksextremistische Aktivisten. Auf deren Website erfolgt die Erklärung für diese strafbaren Handlungen, wonach „unter der ökologischen Vermarktung endlos Profite maximiert werden“, schliesslich „würde der Kundschaft mit dem Konsum von fairen Produkten ein gutes Gewissen verkauft“ und daraus schlussfolgern die Täter, dass es ekelhaft sei, in einer westlich-kapitalistischen Gesellschaft ein gutes Gewissen zu haben. Das Unverständnis für diese Sachbeschädigungen war entsprechend gross und viele taten sich schwer, das Täter-/Opferverhältnis richtig einzuordnen. Da wäre es auch nicht nötig gewesen, dass eine links/ökologische Basta!-Parlamentarierin die Farbschmierereien nicht als groben Vandalenakt bezeichnete, das Einschlagen von Scheiben jedoch inakzeptabel fand. Da diese Politikerin möglicherweise ein Faible für Sprayparolen hat, übersieht sie geflissentlich den Umstand, wonach das Reinigen von verschmierten Hausmauern um einiges aufwändiger ist als der Ersatz einer zerbrochenen Fensterscheibe. All jene, welche diese Taten nicht einordnen können, haben einen verstellten Blick auf das Offenkundige. Pierre Vergniaud wurde während der Zeit der französischen Revolution hingerichtet und auf dem Gang zum Schafott sagte er seinen berühmten Satz „die Revolution frisst ihre eigenen Kinder“. Die Einschätzung dieser Sachbeschädigungen muss unter diesem Gesichtspunkt erfolgen, weil die Opfer von den Tätern nach dem Prinzip der gruppendynamischen Logik ausgewählt wurden. Linksextremisten verabscheuen nun mal gemässigte Linke, weil diese in ihren Augen noch linker und vor allem radikaler sein müssten. Die Lehre daraus: Wer sich immer mal wieder politisch völlig unkorrekt verhält, dem Genderhype wenig abgewinnen kann und sich der mainstream-gebürsteten Meinungsdiktatur konsequent verweigert, dem winkt wahrlich ein entspanntes Leben.

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