Impf-Theater total: Fussballstar Joshua Kimmich und der unsägliche Druck der Bundesregierung

Impf-Theater total: Fussballstar Joshua Kimmich und der unsägliche Druck der Bundesregierung

Weil er sich nicht impfen lässt, gerät der Bayernspieler nun ins Kreuzfeuer der Kritik. Sogar die Bundesregierung schaltet sich ein. Doch während Kimmich gesund und munter bleibt, ist sein doppelt geimpfter Trainer an Covid erkrankt. Der Fall entlarvt den ganzen Irrsinn der Corona-Hysterie.

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von Philipp Gut am 30.10.2021, 05:30 Uhr
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Joshua Kimmich ist ein tadelloser Mensch und Fussballer. Sowohl bei Rekordmeister Bayern München wie in der deutschen Nationalmannschaft nimmt er einen Schlüsselrolle ein. Es gibt in der Bundesliga kaum einen anderen Profi, der derart fokussiert arbeitet und sich nie auch nur die geringste Eskapade leistet. Abgesehen davon ist er einer der weltbesten defensiven Mittelfeldspieler. Entsprechend beliebt ist er bei Fans, Medien und Vorgesetzten. Typus: charakterfester Willensmensch, Reisser, Wunschschwiegersohn.
Doch jetzt ist plötzlich alles anders. Der Grund: Kimmich ist umgeimpft. Genauer: Er hat sich bisher nicht mit einem der experimentellen mRNA-Impfstoffe gegen Covid-19 impfen lassen. Seine rationale Begründung: Die Folgen des im Schnellerverfahren zugelassenen Impfstoffs seien wegen mangelnder Datenlage nicht seriös abzuschätzen. Langzeitstudien fehlten.
Allein die Tatsache, dass er dem gesellschaftlichen Zwang zur Covid-Impfung widersteht, machte Musterschüler Kimmich jetzt auf einen Schlag zum Buhmann der Nation. Der Fall erschüttert die Republik. Sogar die Bundesregierung schaltete sich ein und liess verlauten, sie hoffe, dass der Unbotmässige sich doch noch «für die Impfung entscheiden» könne. Dabei berief sich die Regierung auf das Klischee des Spitzensportlers mit «Vorbildwirkung».

Hamletfrage der Gegenwart

Impfen oder nicht impfen – das ist die Hamletfrage der Gegenwart. Nur so ist zu erklären, dass der persönliche medizinische Entscheid eines Fussballspielers zur Staatsaffäre werden kann. Impf-Theater total.
Über den tapferen Joshua Kimmich rollt die ganze Wucht eines entfesselten Shitstorms und die unerbittliche Propagandazwalze des medial-gouvernementalen Komplexes. Die Medien bestürmen ihn, und selbst die Bayern-Vereinsbosse heben den Mahnfinger.

Entlarvende Pointe

Wie absurd das Ganze ist, lässt sich mit einer einzigen entlarvenden Anekdote verdeutlichen: Während der nicht geimpfte Kimmich gesund und munter bei allen Spielen der Bayern in Meisterschaft, Pokal und Champions League aufläuft, fällt sein Trainer Julian Nagelsmann seit mehreren Partien aus. An der Seitenlinie steht sein Assistent Dino Toppmöller, Nagelsmann muss vom Hotelzimmer zuschauen. Er hat Coroa. Nagelsmann ist vollständig gegen das Virus geimpft. Was für eine ironische Pointe!
Sie müsste eigentlich reichen, um das unsägliche Gestürm um Joshua Kimmich sofort zu beenden. Tut es aber nicht. Der Irrsinn, hat er erst mal seinen Lauf genommen, lässt sich nicht aufhalten.
Bleibt dem Kommentator nur der Zuruf: «Bleib standhaft, Kimmich!»

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