Fifty Shades of Guy.

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Sadomaso-Session in Brüssel: Domina Ursula und der unartige Sklave Parmelin.

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von Claude Catsky am 23.4.2021, 04:00 Uhr
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Willkommen im Reich der Demütigungen und der unendlichen Qualen. Dort, wo der Schmerz einfach nicht nachlässt: bei den Sadomaso-Festspielen der EU und der Schweiz in Brüssel, wo es am Freitag um das brutale Dossier "Rahmenabkommen mit der EU" geht. Oder noch unzweideutiger: um die Wurst. Auf der einen Seite die unbarmherzige Domina Ursula von der Leyen, Angela's Mädchen – eine wahre Meisterin des dominan-ten Auftritts und der strengen Erziehung von renitenten Nicht-EU-Mitgliedern. Und auf der andern Seite der unartige Sklave des Gesamtbundesrats und des Schweizervolkes, unser schmerzgepeinigter Bundespräsident. Guy Parmelin, ganz devoter Diener des Schweizervolkes und Masochist wider Willen, geht eben auch dorthin, wo's wehtut. Währenddessen bleibt bekanntlich Ignazio Cassis in einem Akt der Erniedrigung und Selbstgeisselung allein zu Haus. Unser Draussenminister eben.
Bereits im Vorfeld der kommenden Peinigung in der bestens ausgestatteten Folterkammer Brüssels, der EU-Kommission, hat Lady von der Leyen verbal schon mal die Hodenklammern und die Brustwarzen-Zange ausgepackt und heiss gemacht – die Lederpeitsche, die rosa Plüsch-Handschellen und die Leder-Kopfmaske mit Reissverschluss bereits im Anschlag.
Lady Ursula hat nämlich zusammen mit ihren ihr devot ergebenen Vasallen, den EU-Unterhändlern, in verbalen Seitenhieben gegen die Schweiz klargemacht, dass es keine Nachverhandlungen geben wird und dass sie jetzt sofort wissen will, ob die Schweiz überhaupt noch Lust auf ein institutionelles Abkommen mit der EU hat bzw. wahnsinnig scharf darauf ist.
Dem bemitleidenswerten Parmelin sind dabei die Hände nicht nur gebunden, sondern nach allen Regeln der SM-Kunst gefesselt – denn das Rahmenabkommen finden weder das Volk noch die Parteien von links bis rechts so richtig geil.
Aber wer weiss: Vielleicht hat ja unser Bundespräsident noch ein potentes Wundermittel in der Hinterhand.
Für die ausbleibenden Kohäsionsbeiträge der Schweiz gibt's auf jeden Fall präventiv schon mal 100 Millionen Peitschenhiebe extra aufs Hinterteil.
Apropos Bestrafung und Peinigung. Es gibt ja nach wie vor offene, wunde Punkte, in denen lustvoll rumgestochert werden kann: Lohnschutz, Unionsbürgerrichtline, staatliche Beihilfen und die Übernahme von EU-Recht. Echte Lustkiller.
Die heissesten Fragen lauten also: Wer kommt als erstes – und zwar dem andern entgegen? Und gibt's jetzt Hiebe oder Liebe für die Schweiz? Wir tippen auf Ersteres. Ganz nach dem Motto: Schrei vor Glück!
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Claudia Wirz, Heute, 04:00
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