Die Rache der «Erbärmlichen»

Wir leben bei uns in einer Leistungsgesellschaft in der gilt «Freie Fahrt dem Tüchtigen» und «Leistung muss sich lohnen» Leistung ist zur moralischen Tugend geworden und zur Grundlage der sog. Meritokratie, das der Herrschaft derer, die sich durch Leistung Verdienste - eben Meriten - erworben haben

image 1. März 2022, 12:45
Verlierer der Gesellschaft sind «erbärmlich»: US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton. Bild: Keystone-SDA
Verlierer der Gesellschaft sind «erbärmlich»: US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton. Bild: Keystone-SDA
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Dabei geht vergessen, dass die Wortschöpfung «Meritokratie» von einem Autor stammt, der dies in kritischer Absicht tat. Michael Young veröffentlichte im Jahr 1958 die satirische Schrift «Rise of the Meritocracy» (deutscher Titel «Es lebe die Ungleichheit: Auf dem Wege zur Meritokratie») Darin beschreibt er die Meritokratie als ein ungeeignetes Modell für eine stabile Gesellschaft. Sie würde nämlich den Arbeitern und Ungebildeten ihr Würde nehmen. In der alten Klassengesellschaft war jedem klar –

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