Subventionen für NetzCourage sind absurd. Trotzdem braucht es ein paar Empfehlungen an die Männer

Subventionen für NetzCourage sind absurd. Trotzdem braucht es ein paar Empfehlungen an die Männer

Die Tätigkeit von NetzCourage zeigt, dass die Grenzen privaten Handelns schnell erreicht sind. Es geht auch anders...

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von Markus Melzl am 29.7.2021, 07:00 Uhr
Foto: Twitter/@NetzCourage
Foto: Twitter/@NetzCourage
Aktuell steht der Verein NetzCourage gegen Hassrede, Diskriminierung und Rassismus im Internet im Fokus der Öffentlichkeit. Für viele Menschen in diesem Lande ist es nicht nachvollziehbar, weshalb ein Verein, der sich selbst nicht an die eigenen Standards hält, vom Bund fürstlich entlöhnt wird. So hat die Geschäftsleiterin Jolanda Spiess-Hegglin im Internet ein Bild von SVP-Nationalrat und Weltwoche-Verleger Roger Köppel mit einem Hitler-Schnauz verunstaltet – oder die Bildmontage einer geköpften Journalistin mit einem Like-Buttom geehrt.
Es ist letztendlich absurd, dass der Bund einen solchen Verein mit Steuergeldern alimentiert, der bei genauer Betrachtungsweise eine politische Agenda verfolgt. Bei NetzCourage geht es um die Vertretung von Frauen aus dem links-grünen Lager gegen Männer mit den Prädikaten alt, weiss, SVP-Mitglied und Weltwoche-Leser.
Es ist schwer vorzustellen, dass die Vereinsverantwortlichen einen rechtsbürgerlichen Mann unterstützen würden, welcher in den sozialen Medien von Frauenstreik-Aktivistinnen angegriffen wird. Die Co-Präsidentinnen Greta Gysin, Nationalrätin der Grünen aus dem Tessin und Tamara Funiciello, SP-Nationalrätin aus Bern, sind Garant für den Linksdrall des Vereins. Und da stellt sich die Frage, ob Hass, Diskriminierung und Rassismus im Internet als Problem angesehen wird, das zügig gelöst werden muss.

Heruntergelassene Hosen

Falls «ja», dann gehört die Lösung des Problems nicht in die Hände einer privaten Organisation, sondern muss der Bund aktiv werden und selber eine Fachstelle ins Leben rufen. Dies sollte sehr wohl möglich sein – im Wissen, mit welcher Nonchalance der Bund Steuergelder an anderer Stelle zum Fenster rausschmeisst.
Wer sich regelmässig in den sozialen Medien tummelt, dem wird zudem folgendes auffallen: Etliche Aktivisten und Aktivistinnen aus dem links-grünen, klimaaffinen und genderdurchtränkten Milieu inszenieren sich im Internet mit abstrusen Vorschlägen zu Kapital-, Verkehr- und Geschlechterfragen. Zudem setzen nicht wenige den Körper für ihre Anliegen ein, wobei solches Vorgehen meistens auf das Fehlen sachlicher Argumente zurückzuführen ist.
So hat sich zum Beispiel Funiciello mit weiteren Gesinnungsgenossinnen schon «oben ohne» beim Verbrennen von BHs ablichten lassen – und die Juso machte Stimmung gegen das Nachrichtendienstgesetz mit füdliblutten Mitgliedern.
Na ja, wem es gefällt. Leider fühlen sich viele durch solche Aussagen und Auftritte provoziert und die Gefahr ist gross, mit unüberlegten Kurzschlusshandlungen zu reagieren.
Wenn sich Frau Funiciello et al. entblättern wollen und Fridays-for-Future-Jünger das alleinseligmachende Rezept zur Weltrettung verbreiten, dann soll es so sein. Deshalb der dringende Appell an alle – und nicht nur an die alten, weissen Männer: Lasst die Finger vom Like-Button, postet weder beleidigende noch schweinische Kommentare und verschickt keine Aufnahmen im Zustand heruntergelassener Hosen.
Das kann ins Geld gehen, mündet möglicherweise in einem Strafverfahren und gehört sich auch nicht. Also cool down.

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