Der Vorwurf, wir verhalten uns postkolonialistisch, ist völliger Blödsinn

Der Vorwurf, wir verhalten uns postkolonialistisch, ist völliger Blödsinn

Tag für Tag belästigen uns die Mainstream-Medien mit dem Vorwurf, wir würden unsere kolonialistische Vergangenheit verdrängen – ein Unsinn

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von Markus Melzl am 18.8.2021, 10:00 Uhr
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Täglich fluten uns die Mainstream-Medien mit vorwurfsvollen Reportagen und Beiträgen über unser postkolonialistisches Verhalten, über Dramen, welche People of color ununterbrochen erdulden müssen, dass jeder weisse Mensch ein Schurke ist und wie wir unsere Sprache in Anbetracht dieser Bürde zügeln sollten.
Kürzlich wurde in einigen Medien die Schweiz kritisiert, weil wir und weitere reiche Länder auf überschüssigen Covid-19-Impfdosen sitzen, während arme Länder nur wenige bis keine erhalten. Der Vorwurf an die Schweiz wurde auch damit begründet, dass hierzulande Jugendliche unnötig geimpft werden, während in Ländern wie Afrika, Asien, dem Nahen Osten und speziell auf Haiti vulnerable Menschen keinen Zugang zum Impfstoff hätten.
Nur einen einzigen Tag später berichteten die gleichen Medien, wonach im Kongo 300‘000 Impfdosen vernichten werden mussten. Gründe dafür gab es viele, wobei gerade in afrikanischen Nationen eine grosse Impfskepsis besteht, weil die Menschen dort Angst haben, mit zweitklassiger Ware beliefert zu werden.
Schliesslich raten hellsichtige Voodoo-Priester vom Piks ab oder wollen – wie Tansanias Präsident John Magufuli – die Seuche mit Gebeten und Kräutern bekämpfen.
Also heute der Vorwurf, dass nicht genügend Impfstoff geliefert wird und morgen landet die Lieferung auf der Müllhalde. So ist es auch nicht verwunderlich, dass auf der Liste der Länder mit den wenigsten Impfdosen Destinationen sind, bei denen das Eidgenössische Departement des Innern von Reisen und Aufenthalten dringend abrät. Dass niemand Impfdosen nach Nigeria ins Gebiet der Terrororganisation Boko Haram liefert oder nach Haiti, wo jüngst bei inneren Unruhen der Präsident von Söldnern umgebracht wurde, hat nichts mit Postkolonialismus zu tun.
Wer auf Google den Suchbegriff Postkolonialismus eingibt, wird nach dem Lesen der unendlich vielen Seiten auch nicht schlauer. Die Liste der konstruierten Situationen, in denen wir weisse Europäer die zarte, ausländische und vorzugsweise schwarze Seele düpieren könnten, ist lang. Sehr lang sogar. Und erst recht unnütz.
Das zeigt sich am Beispiel von Annalena Baerbock, der glücklosen Copy-paste-Kanzlerkandidatin der Grünen Deutschland. Sie schilderte bei einer Veranstaltung den Fall einer Schule, wo ein Schüler das ausgeteilte Arbeitsblatt nicht ausfüllen wollte, weil dort das Wort „Neger“ stand. Als Frau Baerbock dies erzählte, verwendete sie gerade selbst das Wort „Neger“.
Man darf offenbar nicht mehr sagen, dass das Wort „Neger“ ein No-go ist und alle Mainstream-Medien umschreiben dieses als „N-Wort“. Daraufhin hat sich die Kanzlerkandidatin furchtbar reuig gezeigt und sich öffentlich entschuldigt. Verlangt hat dieses zu Kreuze kriechen niemand und der Normalbürger versteht solches Theater auch nicht. Sie hätte sich lieber für ihren Fake-Lebenslauf entschuldigt; das wäre zumindest angebrachter gewesen.
Zum Schluss: Wer Mühe hat, den hier publizierten, nicht genderkonformen Text zu verstehen, kann sich an der nachfolgenden Auswahl bedienen (***** :::: *innen :innen _innen). Nach Gebrauch bitte zurücklegen.

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