Das Inflationsfieber steigt – aber ist eine restriktivere Geldpolitik tatsächlich die richtige Medizin?

Die Zentralbanken sind angesichts der rekordhohen Teuerung aufgewacht. Fast alles spricht für höhere Zinsen. Vieles deutet darauf hin, dass die Geldpolitiker zu spät und zu wenig entschlossen agieren. Es gibt indes auch durchaus Argumente für eine vorsichtigere Gangart. Eine Auslegeordnung.

image 18. März 2022, 19:00
Christine Lagarde, Präsidentin der Europäischen Zentralbank, an der Pressekonferenz nach dem geldpolitischen Entscheid vom 10. März. Lagarde trägt die Verantwortung für die Preisstabilität in der Eurozone und muss zugleich den Währungsraum zusammenhalten. Bild: Keystone
Christine Lagarde, Präsidentin der Europäischen Zentralbank, an der Pressekonferenz nach dem geldpolitischen Entscheid vom 10. März. Lagarde trägt die Verantwortung für die Preisstabilität in der Eurozone und muss zugleich den Währungsraum zusammenhalten. Bild: Keystone
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Die Ausgangslage scheint eindeutig zu sein. Angesichts eines so anhaltenden und gewaltigen Teuerungsschubs, wie ihn die Welt seit vielen Jahrzehnten nicht mehr erlebt hat, kann und darf die Geldpolitik der Zentralbanken nur noch eine Richtung kennen: Sie muss restriktiver werden. Das heisst, die Programme zum Kauf von Anleihen zur sogenannten quantitativen Lockerung sind zu stoppen, die in den letzten Jahren erworbenen, umfangreichen Wertpapierbestände in der Notenbankbilanz abzubauen und die Le

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