Coronapolitik – Wenn der Wunsch Vater der journalistischen Gedanken ist

Gute Journalisten vertreten ihre Positionen mit Nachdruck. Sie nehmen in Kauf, dass sie mit Prognosen auch mal daneben liegen. Wer aber so herablassend ist, dass er sich gar nicht mehr die Mühe macht, die Argumente der Gegenseite zu prüfen, verstösst gegen die Regeln des Handwerks. Ein Fallbeispiel.

image 1. November 2021, 09:00
Ein versprengter Haufen von dumpfen Ideologen und Verschwörungstheoretikern? Grosse und friedliche Coronademonstration am 23. Oktober in Bern. Bild: Keystone.
Ein versprengter Haufen von dumpfen Ideologen und Verschwörungstheoretikern? Grosse und friedliche Coronademonstration am 23. Oktober in Bern. Bild: Keystone.
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Journalisten sind wissbegierig, sprachlich versiert, vernetzt – und oft auch Überzeugungstäter. Sie haben den Beruf gewählt, weil sie meinungsstark sind, das heisst, sie haben klare und einigermassen fundierte Vorstellungen davon, wie die Welt idealerweise aussehen sollte. Ein guter Journalist oder eine gute Journalistin zeichnet sich zugleich aber auch dadurch aus, dass er oder sie stets eine gesunde Distanz zu den eigenen Befindlichkeiten wahrt, die eigene Position immer wieder an den besten G

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