Aufrüsten – aber richtig!

Zwei Milliarden Franken für die Armee reichen nicht. Es braucht Zwangseinbürgerungen und eine Dienstpflicht ab 14 Jahren. Eine satirische Replik auf die sonntägliche Kolumne von Nebelspalter-Chefredaktor Markus Somm.

image 14. März 2022, 08:37
Mehr Krieg! Ein Schweizer Armee-Helikopter auf der Axalp bei Meiringen. Bild: Keystone-SDA
Mehr Krieg! Ein Schweizer Armee-Helikopter auf der Axalp bei Meiringen. Bild: Keystone-SDA
Dass wir unsere Armee bei der aktuellen Bedrohungslage aufrüsten müssen, steht ausser Frage. Weil Putin bereits morgen im Rheintal an der Grenze stehen könnte. Was mich aber den Kopf schütteln lässt: Wie will man dem russischen Diktator mit der Erhöhung des Budgets um lächerliche zwei Milliarden Franken, wie sie nun von bürgerlicher Seite gefordert wird, ein ernstzunehmender Feind sein?
Was es braucht, sind mindestens 65 Milliarden – jährlich. So viel gaben die Russen 2020 für die Verteidigung ihres Landes aus. Dass wir uns das leisten können, beweisen die letzten zwei Pandemiejahre.

Kinder ans Gewehr

Was wäre mit den 65 Milliarden zu tun? Zuerst müssten wir unser Heer auf dieselbe Mann-, Frau- und Diversstärke ausbauen, wie sie Russland einsatzbereit hat: mindestens 3,5 Millionen Soldat:innen. Um diese zur Verfügung zu haben, sollte die Wehrpflicht auf alle Geschlechter ausgedehnt werden. Und zwar ab 14 Jahren. Dass Kinder ab diesem Alter problemlos mit einem Sturmgewehr umgehen können, beweist das Knabenschiessen in Zürich.
Bei der Altersobergrenze könnten wir uns ein Beispiel an der Ukraine nehmen: Bis sechzig ist man verpflichtend kriegstauglich, darüber freiwillig. Des Weiteren müsste, wer sich länger als zwei Monate in der Schweiz aufhält, zwangseingebürgert und damit ebenfalls wehrpflichtig werden.
Am wichtigsten aber ist, dass wir dem Aggressor waffentechnisch Paroli bieten können. Deshalb ist die Entwicklung und Bereitstellung eines nuklearen, biologischen und chemischen Arsenals unumgänglich.
Der Einsatz dieser Waffen dürfte im Ernstfall natürlich vom Bundesrat erst nach Konsultation der Kantone beschlossen werden. Falls es sich um einen Erstschlag handeln würde, hätte das Volk das letzte Wort.
Die Kolumne von Markus Somm finden Sie hier.

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