Freudentag

Ralph Weibel | veröffentlicht am 13.01.2021

Was für ein Tag! Heute hüpft das Herz einer jeden Freundin und eines jeden Freundes von Coronamassnahmen.

Freudentag
Nebelspalter | (Nebelspalter)

Endlich Verschärfungen und Verlän­gerungen von Ausgangsperre, Besuchsverbot und Ausschlafen bis zur ersten Online-Sitzung des Tages. Die Beizen bleiben geschlossen, Fussball- und Eishockey-Stadien leer und die Kultur, und mit ihr die letzten Pfeiler der Menschenwürde, haben wir an die Wand gefahren. Wir haben uns schon so an das wöchentliche Schauspiel aus Bern gewöhnt wie an Netflix, und wenn es nicht stattfinden würde, wäre die Welt echt ärmer. Keine tief nach unten gezogenen buschig-schwarzen Augenbrauen unter einer polierten Glatze und den erschütternden Worten mit französischem Akzent: «Die Lage ist ernst, viel schlimmer als erhofft und eigentlich stehen wir mit einem Bein in der Hölle.» Man will es sich nicht vorstellen.

Seit ich mich auf die Medienkonferenz freue, mich nicht mehr ärgere über alleingelassene Gastrobetriebe, ruinierte Ladeninhaber, taumelnde Sportvereine und niedergeschlagene Event-Veranstalter und faktischem Impfzwang, ist mein Leben besser geworden. Und irgendwie muss ich sagen, es ist was dran am Ausspruch «es ist alles eine Frage der Einstellung.» Freuen wir uns auf die nächsten Wochen Lockdown!

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