Insektenart entdeckt, die «Blick»-Coronakarte nachahmt

Marco Ratschiller | veröffentlicht am 20.11.2020

Corona, Corona, Corona: Seit über neun Monaten kennt die Menschheit kaum mehr ein anderes Thema. Das hinterlässt jetzt auch Folgen in der Natur: Biologen haben eine Insektenart entdeckt, welche die tägliche Covid-Gefahrenkarte von «Blick.ch» nachahmt.

Insektenart entdeckt, die «Blick»-Coronakarte nachahmt
red. | Faszinierend: Was bringt diese Insektenart dazu, Corona-Karten zu immitieren?

Gemacht wurde die Entdeckung, die derzeit weltweit für Schlagzeilen sorgt, von Schweizer Entomologen, wie sich Insektenforscher gerne nennen, um Laien zu beeindrucken. «Mimikry – was so viel heisst wie Nachahmung – ist ein Phänomen, das in der Natur weit verbreitet ist und schon oft beschrieben wurde», heisst es in der Studie, die vor wenigen Tagen veröffentlicht wurde: «Doch noch nie wurde einen Insektenart dabei beobachtet, menschliche Strukturen nachzubauen, und dies erst noch in so kurzer Zeit.»

Das gelb-schwarz gestreifte Insekt, das nach Angaben der Forscher in der ganzen Schweiz beheimatet ist, wurde inzwischen mehrfach dabei beobachtet, wie es aus einer wachsartigen Substanz aneinander gereihte Sechsecke baut, die verblüffende Ähnlichkeit aufweisen mit der Infografik, mit welcher «Blick.ch» seit dem Frühjahr das Pandemiegeschehen in den Schweizer Kantonen abbildet.

5G-Ansteckung?
Noch ist nicht geklärt, was den Nektar sammelnden Hautflügler, der im Volksmund auch «Honigbiene» genannt wird, zur Nachahmung der Blick-Karte veranlasst haben könnte. Naheliegend wäre, dass die Bienen mit ihren Facettenaugen die Karte so oft auf Smartphone-Bildschirmen gesehen haben, bis sie die Sechsecke als Teil ihrer Umgebung zu betrachten begannen. «Blick»-Leser werden schliesslich schon länger zahlreich im ganzen Land vermutet. «Wir können aber auch nicht ausschliessen, dass ganze Bienenvölker bei aus dem Ruder gelaufenen Freisetzungsversuchen mit mikroskopischen 5G-Chips kontaminiert wurden und seitdem selbst «Blick TV» empfangen, so dass die Gefahrenkarte ständig auf die Bienen heruntergeladen wird.»

Das Forschungsteam hinter der Publikation will sogar den Zeitpunkt der ersten aussergewöhnlichen Bienenstrukturen eingrenzen können: Denn auffallend ist, dass die hexagonalen Muster, welche bei den Bienenvölkern bisher entdeckt worden sind, allesamt in Gelbtönen gehalten sind. Die «Blick»-Coronakarte weist aber seit Anfang Oktober hauptsächlich orange, rote und dunkelviolette Sechsecke auf – letztmals vorwiegend gelb war die Grafik im September.

Namensvorschlag
Die Insektenforscher fordern nun dringend finanzielle Mittel, um die Entdeckung weiter erforschen und einen möglichen Nutzen für den Menschen untersuchen zu können. Erste Proben deuten darauf hin, dass die Strukturen oft mit einer süsslichen Flüssigkeit gefüllt sind, die zum Verzehr geeignet sein könnte. Auch einen Namen für die bemerkenswerten Sechsecke bringen die Forscher, deren Arbeit aktuell auf einem Preprint-Server liegt und damit noch nicht Peer reviewed wurde, in Vorschlag: «Wabe» – ein durchaus eingängiges Akronym für «Wächserne, aussergewöhnliche Blickkarten-Einheit».

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