Bart ab

Ralph Weibel | veröffentlicht am 14.10.2020

Jetzt hört der Spass aber endgültig auf! Nachdem uns dieses Corona schon das ganze Jahr versaut hat, geht es jetzt auch noch dem Samichlaus an den Kragen. Oder richtigerweise an den Bart.

Bart ab
Nebelspalter | (Nebelspalter)

Reihenweise geben Chlaus-Gesellschaften und Vereine bekannt, in diesem Jahr auf Hausbesuche zu verzichten. Für die Strebsamen ist das ein Verlust, weil kein Samichlaus gleich­bedeutend ist mit kein Geschenk. Die Schwererziehbaren freut es. Vor diesen soll der Samichlaus geschützt werden. Mit einem Alter von rund 1600 Jahren, was fast genau demjenigen aktueller US-Präsidentschaftskandidaten entspricht, gehört er eindeutig der Risiko­gruppe an. In den unsozialen Medien tauschen die Rotzlöffel bereits Chlaussprüche aus wie: «… hast du nichts für mich parat, hust ich dir in den Bart!». Verständlicherweise kommt da keine Lust auf, den Esel aus der Garage zu holen.

Alternativ soll der Samichlaus schon über Homeoffice nachgedacht haben. Eine Standpauke kann man online halten, was Vati in den vergangenen Monaten am eigenen Leib erfahren musste. Die Schwierigkeit besteht darin, wer die martialische Arbeit vom Schmutzli übernehmen soll. In ersten Gesprächen weigerten sich Eltern, zur Bestrafung die zarten Finger ihrer Sprösslinge im Laptop einzuklemmen.

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