Heimwerker

Ralph Weibel | veröffentlicht am 16.09.2020

In unserer kleinen Serie zum kommenden Abstimmungssonntag kommen wir heute, nach Begrenzung, Jagdgesetz und Kampfflugzeugen, zum heissesten Eisen, der staatlich geregelten Familienplanung, sprich, dem Vaterschaftsurlaub.

Heimwerker
Nebelspalter | (Nebelspalter)

Sich dagegen auszusprechen hat die unmittelbare Folge, als rückständi­ger, herzloser, frauenfeindlicher Arsch an den Pranger gestellt zu werden. Also ist man aus verschiedenen Gründen dafür.

Angesichts des freudigen Ereignisses einer Geburt liegt es auf der Hand, dass die Neuorganisation des Haushaltes nur einer übernehmen kann, der Kindsvater. Gleiches gilt für den Nestbau. Allerdings birgt dies die Gefahr, dass er sich nicht an den Wickeltisch stellt, sondern seinen Vaterschaftsurlaub im Baumarkt verbringt. Ein Phänomen, welches sich im Lockdown zeigte. Der arbeitsbefreite Mann kaufte sich monströse Schlagbohrmaschinen und Kreissägen und fing an umzubauen. Offen ist nur die Frage, ob das frische kacheln von Bad und WC, die neue Küche, und das Sanieren des Garagenvorplatzes, sowie die Unterhaltsarbeiten am verstopften Abfluss und die Zeugung des nächsten Kindes in zwei Wochen geschafft werden können. Das schafft nicht einmal ein Mann. Deshalb nein stimmen und dann ja sagen zu vier Wochen Vaterschaftsurlaub.

 

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