Zum Henker mit dem elenden Lumpenpack: Ab ins Exil

Jan Peters | veröffentlicht am 28.08.2020

WARNHINWEIS: Der folgenden Text ist ein Schulbeispiel für radikale Unausgewogenheit. Er strotzt nur so von bewussten Regelverstössen. Grundsätze von Sitte und Anstand werden negiert, Wertschätzung, Rücksicht und dergleichen werden verlacht und höhnisch in die Tonne getreten. Und damit noch nicht genug – es wird zu Umsturz, Anarchie und Revolution aufgerufen.

Zum Henker mit dem elenden Lumpenpack: Ab ins Exil
Carlo Schneider | (Nebelspalter)

Es war, als hätte man König Juan Carlos von Spanien – König von Kastilien, León und Aragon, von Neapel und Sizilien, von Granada, Navarra usw. und so fort – kürzlich eine Zeile des unsterblichen Arbeiterkampfliedes «Die Internationale» vorgesungen; nämlich diese: «Die Müssiggänger schiebt beiseite, …» Daraufhin sah sich der Herr König genötigt, Hals über Kopf die Iberische Halbinsel zu verlassen. Somit ist Juan Carlos I. nicht mehr «von und zu», sondern «auf und davon». Wo ihre Hoheit geblieben sind, wurde offiziell nicht verkündet. Dass deren Gnaden nicht bei der Sozialhilfe untergekrochen sind, steht zu vermuten. Eher ist zu befürchten, dass Durchlaucht beim Weggehen noch das eine oder andere hat mitgehen lassen, das eigentlich mal dem von ihm geliebten Volk gehörte. Eigentlich. Aber missgönnen wir dem Zwangsexilierten nicht das bisschen Leibrente, schliesslich wäre es Juan arlos’ – und des stolzen Spaniens – zutiefst unwürdig, wenn «König Ohneland» ein Leben am Bettelstab fristen müsste.

Reinen Tisch machen
Wir wollen uns jetzt aber nicht in billigem Hohn und Spott über Juan Carlos ergehen, sondern uns einmal überlegen, was der Welt an Elend und Leid erspart bleiben würde/geblieben wäre, würde man/hätte man diverse andere Volksschädlinge zum Teufel jagen/zum Teufel gejagt. Die Liste ist unendlich lang, somit ein getreues Abbild menschlicher Unvollkommenheit. Aufgrund dieser Fülle sahen wir uns gezwungen, eine stringente Auswahl zu treffen. Dabei folgten die Selektionskriterien ausschliesslich wissenschaftlichen Gesichtspunkten. (Diese können beim Verf. des Artikels angefordert werden. Ein frankiertes Rückantwortcouvert sowie CHF 350.– in bar sind der Anfrage beizulegen.)

Gleich knallts
Am Nachmittag des 13. März 1881 liess sich Zar Alexander II. nach einer Truppenparade in St.?Petersburg zum Winterpalais kutschieren. Dort sollte er allerdings nicht ankommen, denn er wurde von Anarchisten gemäss deren Motto «?????????? ?? ??????!» mit heftigem Getöse in die Luft gesprengt. In Russland war dies damals nichts Aussergewöhnliches, sondern wurde eher als Volkssport bzw. Folklore-Event angesehen. Die bundesdeutsche Antifa übernahm später dieses Motto – «Hau weg den Scheiss!» – und rückte am 1. Mai frohen Mutes in Kreuzberg gegen die Knüppelgarde des von der CIA fi­nanzierten Berliner Senats vor. Bei den Gefechten am AKW in Brokdorf in Schleswig-Holstein pflegte der Schwarze Block drohend «Haut die Bullen platt wie Stullen!» zu skandieren, wenn er die von den Schupos gebildete römische Verteidigungsformation «Schildkröte» attackierte und in der Elbe zu versenken versuchte.

Was wäre, wenn?
Ein anderes Attentat, das weitreichende Folgen hatte, fand am 28. Juni 1914 in Sarajevo statt: Der österreichische Thronfolger Erzherzog Franz-Ferdinand und seine Gemahlin Sophie, Herzogin von Hohenberg, wurden von einem serbischen Nationalisten umgenietet. Dass die Herzogin über die Klinge springen musste, stiess auf kein tieferes Bedauern, aber der Erzherzog … Sie erinnern sich, das hatte auch etwas mit dem Ersten Weltkrieg zu tun. Und in demselben tat im Reserveinfanterieregiment Nummer 16 ein depperter Gefreiter namens Schicklgruber Dienst. Und wenn dieser Meldegänger auf den flandrischen Schlachtfeldern in einen «richtigen» Gasangriff gekommen wäre? Oder ein englischer Sniper ihm mit einer satten «10» das Licht ausgeknipst hätte? Oder wenn Oberst i. G. Stauffenberg am 20. Juli 1944 mit seiner Walther P.38 in der Hand oder einer grosszügiger dimensionierten Ladung Donarit unter dem Tisch der Lagebaracke dem Gröfaz zu einer Fahrt gen Walhalla verholfen hätte?

Ab in die Verbannung
Es ist müssig, darüber zu spekulieren, wie die Weltgeschichte verlaufen wäre, wenn dieses oder jenes (oder sonst was) geschehen wäre; den Lauf der Welt können wir nicht mit Wunschdenken, sondern nur so beeinflussen, indem wir die Dinge selbst energisch anpacken; und zu tun gibt es mehr als genug. Im Folgenden eine Liste derjenigen Verbrecher, die auf die Galeeren verbannt werden müssten, um die Situation zu verbessern:

  • Kim Jong-un
  • Putin
  • Erdogan
  • (hier weitere Namen eintragen)

Im Sinne des Gemäldes «Die Freiheit führt das Volk» von Delacroix sind es heute die USA, welche die Befreiung der Völker vorantreiben. Beispielsweise dadurch, dass sie in der Ukraine die NATO sukzessive nach Osten verlegen. Oder mit den Hongkonger Demokraten dafür kämpfen, dass China in der alten britischen Kolonie nicht plötzlich den Geldwäschemarkt stilllegt.

Und am Ende trifft sich unser Artikel wieder mit der «richtigen» Welt und der Erkenntnis: Nichts ist mehr das, wofür es einmal schien.

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