Brexit

Ralph Weibel | veröffentlicht am 24.02.2020

Bye, bye Briten! Danke, dass Ihr den lange angekündigten Brexit endlich hinter Euch gebracht habt, bevor ich mich zu Tode gelangweilt habe.

Brexit
Nebelspalter | (Nebelspalter)

Dreieinhalb Jahre sind endlich vorbei, in welchen tonnen von Druckerschwärze vergeudet wurden und Korrespondentinnen und Korrespondenten bei englischem Wetter vor der Skyline der Tower Bridge ratlose Analysen stammelten, weil Ihr mal geht, dann wieder nicht, dann wieder schon, aber verschoben, wieder Debatten und Kommentare, hart oder nicht hart, geordnet oder ungeordnet, wie die Frisur von Boris Johnson.

Wir schreiben Februar im Jahr des Herrn 2020, es ist Samstagmorgen und vor ein paar Stunden wurde der epochale Schritt vollzogen. Ich schaue nervös aus dem Fenster und beruhige mich fürs erste wieder als ich sehe, die Sonne geht doch immer wieder auf, die Strassenbahn quietscht und ein paar Vögel zwitschern. Was mich angesichts der Jahreszeit wesentlich mehr beunruhigt als der Brexit. Zu erwarten war ja eher, Grossbritannien fiele zurück ins Mittelalter, die Wirtschaft zusammen und Europa auseinander wie ein Kartenhaus. Doch nichts ist bisher passiert. Was einem nicht daran hindern sollte, sich Sorgen zu machen. Oder sich die Schweiz zum Vorbild nehmen. Die überlebt auch ohne EU, wenn auch nur knapp.

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