Rauschtrinken

Ralph Weibel | veröffentlicht am 04.12.2019

Was heisst hier «Grüne Welle» die uns da überspült? Das zu Ende gehende Jahr wird als eigentliches Frauenjahr in die Geschichte eingehen.

Rauschtrinken
Nebelspalter | (Nebelspalter)

In den Parlamenten kratzt die Östrogen-Quote schon nahe an der 50-Prozent-Marke und sie steigt langsam, aber stetig. In den Teppichetagen stöckelt es immer lauter. Berauscht davon saufen sich Frauen vermehrt einen Rausch an. Das wird von Zahlenstaplern eindrücklich bewiesen. Dabei weiss man dann nie so genau, ob das jetzt gut oder schlecht zu finden ist.

Innerhalb von 25 Jahren hat sich, zum grossen Schrecken der Schnapsbrenner und Bierbrauer, die Anzahl der täglich Alkoholkonsumierenden halbiert. Doch es gibt Hoffnung. Die Zahl jener, die sich einmal im Monat die Hucke voll haut, steigt. Dazu tragen nicht zuletzt die Frauen bei. Immerhin haben die jungen Frauen zwischen 15 (die dürfen doch noch gar nicht?) und 24 Jahren ihr Rauschtrinken verdoppelt. Das beruhigt. Nur so schaffen wir irgendwann eine ausgeglichene Statistik. Oder wofür sollen solche Erkenntnisse sonst gut sein? Wenn wir Männer nicht nur von der Grünen-, sondern auch nicht von der Frauen-Welle überrollt werden wollen, dann gibt es nur eines: «Ab an den Glühweinstand!» Auch wenn das noch eine viel schlimmere Vorstellung ist.

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