Warnitis

Ralph Weibel | veröffentlicht am 03.07.2019

Kaum macht der Sommer das, was man von ihm erwartet, überhitzt der Bund und gibt eine entsprechende Warnung heraus.

Warnitis
Nebelspalter | (Nebelspalter)

Die Medien stürzen sich darauf und überhitzen selber. Dabei bemerken sie überhaupt nicht, wie sie ihre Konsumenten entmündigen. Kommen Sie sich nicht auch etwas idiotisch vor, wenn Ihnen gesagt wird, Sie sollten mehr trinken, wenn es heiss ist? Oder die Wohnung in den frühen Morgenstunden durchlüften, wenn es draussen – wer hätte das gedacht – noch kühler ist und dass man luftige und helle Kleidung tragen soll? Wo bleibt da der gesunde Menschenverstand? Sind wir ehrlich, wer seit der Kältewarnung am 18. Januar – was sehr überraschend war in einem Januar – die Daunenjacke und die Wollmütze noch nicht ausgezogen hat, verdient nichts Besseres als den Hitzetod.

Beendet wird die Hitzewelle meist von einem Gewitter und sie ahnen es, wir dürfen uns auf eine Unwetterwarnung freuen, weil wir offensichtlich für zu blöd gehalten werden, unseren Sonnenschirm zu schliessen, bevor er uns um die Ohren fliegt. Und die Warnitis geht weiter. Kürzlich wurde in der Zeitung gewarnt, schwimmen in Fliessgewässern berge gefahren. Im Sommer steige regelmässig die Zahl der Unfälle. Echt? Da kommt man ins Staunen. Zur Beruhigung: Dafür gibts im Sommer fast keine Schlittelunfälle.

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