Thanks Ueli

Ralph Weibel | veröffentlicht am 22.05.2019

Bundespräsident Ueli Maurer hat mal wieder bewiesen, wie volksnah er ist.

Thanks Ueli
Nebelspalter |

Sein radebrechtes Interview auf CNN, nach dem Besuch bei US-Präsident Donald Trump, war eine Wohltat für alle Schweizerinnen und Schweizer, die es auch nicht besser können. Also die meisten. Umso erstaunlicher die Häme, die dem Präsidenten der Schweiz, zu solchem hat sich der Bundespräsident selber gemacht, entgegenschlägt. Aber im Land der Fake News spielt das auch keine Rolle mehr. Wichtiger ist, wie Maurer seine integrative und wirtschaftsfreundliche Haltung immer wieder unter Beweis stellt. Das gelang ihm schon bei einem Treffen am WEF in Davos, als er dem Saudischen Finanzminister im Fall des zerstückelten Jamal Khashoggi Absolution erteilte. Ein richtiger Staatsmann halt der Ueli Maurer, der die seitenlangen Blossstellungen wegen seines ungeschickten Verhaltens nicht verdient.

Richtig Prügel in den Zeitungen hätte sich Verena Bahlsen verdient. Die «Radikal-Kapitalistin», wie sich die Millionenerbin der furztrockenen Leibnitz-Kekse selber bezeichnet, befand, «die Zwangsarbeiter im Dritten Reich wurden anständig bezahlt und gut behandelt», als sie für ihr Familienvermögen Guetzli ausstachen. Gegen solchen Blödsinn wirken Ueli Maurer und sein Englisch richtig sympathisch.

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