Bianca

Ralph Weibel | veröffentlicht am 15.05.2019

Es ist nicht einfach, die Gunst der Touristen zu gewinnen. Die PR-Fritzen sind deshalb immer auf der Suche nach grossartigen Ideen, damit die jungen Klima-Demonstranten im Sommer nicht ins Ausland verreisen.

Bianca
Nebelspalter |

Natürlich müssen die Aktionen heute für Social Media tauglich sein. Eine besonders gute Idee hatte Thurgau Tourismus. In den vergangenen Tagen schickten sie Bianca auf eine Reise durch Mostindien und Interessierte konnten ihre Erlebnisse an den «aussergwöhnlichsten Orten» auf Youtube mitverfolgen. Soweit so gut. Nur ist Bianca nicht die amtierende Apfelkönigin, sondern eine Puppe. Diese sieht aus wie «Chucky die Mörderpuppe» nach einer Schönheits-OP. Nicht geklärt ist, ob sie ursprünglich als Objekt zur Reanimierung aus einem Nothelferkurs gestohlen wurde, oder direkt bei Beate Uhse bestellt.

Sollten Sie eine Reise mit ihren Kindern in die Ostschweiz planen, empfiehlt es sich, Bianca aus dem Weg zu gehen. Ausser Ihre Kinder sehen als Gutenachtgeschichte nicht Pingu sondern Shining. Aber ich will hier retten, was noch zu retten ist. Der «Nebelspalter» ist im Thurgau zuhause und ich versichere Ihnen, die Menschen hier sind wesentlich sympathischer als Bianca. Ein Schritt aus der digitalen in die analoge Thurgauer Welt lohnt sich.

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