Glücksreport

Ralph Weibel | veröffentlicht am 27.03.2019

Nichts macht die Menschen unglücklicher als das Vergleichen, belegt die Forschung. Dennoch pressen Heerscharen von Forschern und Statistikern unser Leben in Excel-Tabellen und erstellen Rankings, wie es neudeutsch heisst. Stellt sich die Frage, ob die nichts Besseres zu tun haben?

Glücksreport
Aaron Gruber | (Nebelspalter)

Jüngstes Beispiel ist der in der vergangenen Woche erschienene Glücksreport der UNO. Demnach sind die Finninnen, und -aussen, die glücklichsten Menschen. Die Schweiz schafft es nicht einmal in die Top 5. Das alleine stürzt uns tiefer in die Depression und macht uns noch unglücklicher. Als Indikatoren für das Glück zählen die Wirtschaftskraft, die Erwartung von gesunden Lebensjahren, Stabilität im Land, et cetera. Alles Blödsinn! Alkohol macht uns glücklich! Belegt übrigens eine Studie. Und da liegt der Hund im Pfeffer begraben oder meinetwegen der Hase. Beim Alkoholkonsum liegen die Finnen ebenfalls weit vor uns. Überhaupt liegen wir im Alk-Ranking noch viel weiter zurück als auf Platz sechs, was beim Betrachten unweigerlich den Reflex auslöst: «da muss etwas passieren!». Unsere einzige Chance, den Suomis den ersten Platz streitig zu machen, heisst daher trinken. Oder weniger Vergleiche machen. Aber die machen wir zu gerne. In diesem Sinne gibt es nur eines: Prost!

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